eGov-Campus auf der INFORMATIK 2023

„IT-Kompetenzen für die Verwaltung der Zukunft”

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Poster-Pitches zu IT-Kompetenzbedarfen und Angeboten

In einer Poster-Session wurden fünf verschiedene Beiträge präsentiert und im Anschluss gemeinsam diskutiert. Leila Feddoul von der Universität Jena präsentierte eine entwickelte Ontologie, die relevante Informationen zu Datenstandards, Formaten und APIs für die Digitalisierung bündelt und damit als Wissenskomponente die Arbeit für Mitarbeitende erleichtern soll. Nina Schäfer präsentierte die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit (VIT-Bund) und verdeutlichte durch ihre Studie, dass IT-Kompetenzen in der Ausbildung von E-Government Fachkräften zu gering ausfallen. Prof. Dr. Regina Polster von der Hochschule Schmalkalden erläuterte, wie wichtig individuelle Lernpfade und Self-Assessment-Tools für die Aus- und Weiterbildung sind. Christian Rupp (PROSOZ) präsentierte Erfahrungen aus dem Projekt „Digital Upskilling“ und zeigte mögliche Ansätze und ein Vorgehen in fünf Stufen zum Aufbau von Digitalkompetenzen auf, welche über ein EU-gefördertes Twin-Projekt zwischen Österreich, Bayern und NRW eingerichtet wurde. Sarah Söllner (Bayerisches Staatsministerium für Digitales) und Georg Holand (Atos GmbH) gaben Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand digitaler Lernangebote und Vernetzungswege des Digital.Campus Bayern.

Ein herausfordernder Weg liegt vor uns

Die abschließende Diskussion zeigte auf, dass viele Köpfe in der Wissenschaft und Praxis sich mit fehlenden IT-Kompetenzen im öffentlichen Sektor beschäftigen. Der Bedarf, IT-Kompetenzen im öffentlichen Sektor durchgängig aufzubauen, ist ein herausfordernder Weg, der viele Initiativen und ein Umdenken in der Vermittlung und Anerkennung von Weiterbildung erfordert. Mögliche Lösungsansätze wie Lernplattformen stehen den Mitarbeitenden zur Verfügung. Doch es mangelt schon in den grundlegenden Ausbildungsplänen für Nachwuchskräfte an der Vermittlung relevanter IT-Kompetenzen für die öffentliche Verwaltung der Zukunft. Die Teilnehmenden des Workshops sehen die Politik in der Verantwortung und fordern eine stärkere Unterstützung im Aufbau von IT-Kompetenzen im öffentlichen Sektor. Zum Abschluss des Workshops wurden mögliche Szenarien für eine übergreifende Zusammenarbeit und für Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Vermittlung von IT- und Digitalkompetenzen für Mitarbeitende im öffentlichen Sektor diskutiert. Einhellig wurde abschließend von den Teilnehmenden hervorgehoben, dass grundlegende IT-Kompetenzen auch die Voraussetzung für eine verantwortungsvolle und nutzbringende Einführung von KI und maschinellem Lernen in der öffentlichen Aufgabenerfüllung darstellen.

Die Autoren

Vera Spitzer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Forschungsgruppe E-Government am Fachbereich Informatik der Universität Koblenz.
Prof. Dr. Maria A. Wimmer ist Professorin und Leiterin der Forschungsgruppe E-Government am Fachbereich Informatik der Universität Koblenz.

eGov-Campus

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