Gelder, Initiativen und Impulse In die Digitalisierung an Schulen investieren

Von Susanne Ehneß 7 min Lesedauer

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Die Schuldigitalisierung schreitet voran – angetrieben auch durch verschiedene Fördertöpfe. Während um die Anschlussfinanzierung des Digitalpakts Schule gerungen wird, setzen die Bundesländer in Eigenregie Projekte um.

In Bildung und damit in die Zukunft investieren.(©  Login - stock.adobe.com / KI-generiert)
In Bildung und damit in die Zukunft investieren.
(© Login - stock.adobe.com / KI-generiert)

„Willst du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis. Willst du für ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume. Willst du für ein Jahrhundert planen, so bilde Menschen.“ Dieses Zitat, das dem chinesischen Dichter und Philosophen Tschuang-Tse zugeschrieben wird, gilt, mit leichten Anpassungen, auch heute noch. Bildung meint die Aneignung von Wissen, aber auch die Entfaltung einer zivilisierten, sozialen Persönlichkeit.

Bildung findet an vielen Orten statt – an Schulen, im Elternhaus, in Weiterbildungen, an Volkshochschulen – und ist die Basis für eine funktionierende Gesellschaft. Die im September veröffentlichte Studie „Bildung auf einen Blick 2024. OECD-­Indikatoren“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fasst eindrücklich die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen von Bildung zusammen und verdeutlicht die Bedeutung qualitativ hochwertiger Bildungssysteme und Chancengleichheit für alle. „Gute Bildung schafft Zukunftschancen“, sagt Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Zeitgemäße Bildung

Digitalisierung will hierfür ein starker Hebel sein. Ein digital gestützter Schulunterricht mit modernen Tools sowie dedizierten Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer soll die Institution Schule zeitgemäß aufstellen, auf berufliche Herausforderungen vorbereiten und die Schülerinnen und Schüler besser unterstützen und fördern.

Der Status quo sieht anders aus. „Weniger als ein Fünftel der Grundschullehrkräfte nutzt nach eigenen Angaben digitale Medien oft für eine individualisierte Leseförderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, von leseschwachen oder -starken Kindern“, heißt es im aktuellen Bildungsbericht des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Gleichzeitig formulierten knapp zwei Drittel der Lehrkräfte einen Bedarf an Fortbildung für die Nutzung digitaler Medien zur individuellen Förderung von Schülern. „Es ist als anhaltende zentrale Aufgabe zu verstehen, Bildungskontexte zunehmend ­digital zu gestalten und den Kulturwandel durch Digitalität mitzudenken“, heißt es im Bildungs­bericht.

Beispiele aus Bayern und Bremen

Positive Beispiele zeigen, dass es durchaus vorangeht, wenn auch oft unter Eigenregie. Beispielsweise startete das bayerische Projekt „Digitale Schule der Zukunft“ nach zweijähriger Pilotphase zum neuen Schuljahr 2024/2025 durch. Ab sofort haben die Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen sowie Gymnasien in Bayern die Möglichkeit, pro Jahr jeweils bis zu zwei Jahrgangsstufen mit mobilen Endgeräten auszustatten. Nicht-staatlichen Schulen dieser Schularten und Freien Waldorfschulen soll ab dem nächsten Schuljahr die Beteiligung an dem Landesprojekt ermöglicht werden.

„Es ist wichtig, kräftig in die Digitalisierung an unseren Schulen zu investieren, um unsere ­Kinder und Jugendlichen auf die immer digitaler werdende Lebens- und Arbeitswelt von morgen vorbereiten zu können“, sagt Bayerns Kultusministerin ­Anna Stolz. Neben der guten Vorbereitung und Begleitung betont Stolz aber auch die Sinnhaftigkeit und den Anspruch eines Einsatzes digitaler Endgeräte. Es gelte der „Grundsatz, dass digitale Bildung immer mit einem pädagogischen Mehrwert einhergehen muss“.

Auf der nächsten Seite: Insights aus Bremen von Meik Hansen, Leiter IT bei der Senatorin für Bildung.

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