Gelder, Initiativen und Impulse

In die Digitalisierung an Schulen investieren

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In Richtung Bundes- und Landespolitik gibt es aus Bremen Wünsche. „Ich wünsche mir sehr, dass trotz all der anderen Herausforderungen, ­denen Bund und Länder sich derzeit gemeinsam stellen müssen, das Thema Digitalisierung der Schulen nicht völlig vergessen wird“, sagt Hansen. Die Digitalisierung der Schulen sei zwar kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Schlüssel für Innovation und Teilhabe in der Gesellschaft. „Leider ist Digitalisierung kein Einmalaufwand, sondern ein ­andauernder Prozess, für den auch Ressourcen benötigt werden. Wenn es uns gelingt, diesen Prozess für unsere Schulen zu verstetigen, werden wir jedoch mittelfristig alle davon profitieren“, weiß Hansen.

Ein Zwischenschritt in Richtung dieses Ziels wäre für Hansen die Einigung zum Digitalpakt 2.0. Eine solche Einigung könne es auch finanzschwachen Ländern ermöglichen, Fördermittel vom Bund in Anspruch zu nehmen. Gerhard Brand, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), fordert gar einen „Digitalpakt für die Ewigkeit“. Es brauche externe Unterstützung durch Fachkräfte und Entlastungen in Höhe der tatsächlich benötigten Zeit für die Lehrkräfte. „Ausstattung, Wartung, Support: All das darf nicht auf den Schultern einzelner Engagierter liegen“, betont Brand.

Impulse für die Schulen

Der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jedenfalls soll steigen: Für nächstes Jahr sind im Haushalt 22,32 Milliarden Euro aktuell vorgesehen – für dieses Jahr waren es 21,49 Milliarden. Und der Digitalpakt 2.0 soll kommen: Der Bund ist laut Bundesministerium für Bildung und Forschung bereit, die Hälfte der Finanzierung zu übernehmen, nimmt aber auch die Länder in die Pflicht.

Ein Impuls kommt vonseiten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), das die Einführung sogenannter „Digitalschulen“ vorschlägt. Diese außerschulischen Einrichtungen sollen ergänzend zum regulären Bildungsangebot ähnlich wie Musikschulen arbeiten und digitale Kompetenzen fördern. Laut HPI komme Deutschland im Bereich digitaler Kompetenzausbildung unter Schülern und Lehrern kaum voran – „da Schulen vielerorts infrastrukturell (passende Räume, technisches Equipment, Internetanbindung) schlecht aufgestellt sind, die Reformen in der Lehrerausbildung zur Integration digitaler Inhalte viel Vorlauf brauchen, um sich zu realisieren, und es an geeignetem didaktischem Material mangelt, das sich sinnvoll in Lehrpläne integrieren lässt“. Technik müsse in den pädagogischen Alltag integriert werden. Zudem sei es wichtig, durch eine staatliche Förderung sicherzustellen, dass die Elternbeiträge niedrig bleiben, damit jeder und jede von dem Zusatzangebot profitieren könne.

Digitale Schule

Das Sonderheft zur Digitalisierung der Schullandschaft.
(© Vogel-IT Medien GmbH)

Mit dem 2019 unterzeichneten „DigitalPakt Schule“ haben Bund und Länder mit einem Volumen von insgesamt 6,5 Milliarden Euro die Modernisierung der Schulen angeschoben. Auch für die kommenden Jahre sind Investitionen vonseiten des Bundes geplant, um die Digitalisierung voranzubringen. Zudem gibt es vermehrt länderspezifische Projekte, die bei der Beschaffung unterstützen. Dieser finanzielle Support ist zum einen eine Chance für Lösungsanbieter und Dienstleister, zum anderen gewährt er den Schulträgern Planungssicherheit.

Das Sonderheft „Digitale Schule“ von eGovernment und IT-BUSINESS kann hier unterstützen. Es legt Bedarfe offen und zeigt zugleich die vielfältigen Möglichkeiten durch digitale Tools. Entscheider in Bildungseinrichtungen erhalten dadurch einen umfassenden Überblick zum Status quo der Schuldigitalisierung, aber auch zu den Herausforderungen, die Schulträger bewältigen müssen.

Zur Sonderpublikation „Digitale Schule“

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