Gelder, Initiativen und Impulse

In die Digitalisierung an Schulen investieren

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In Bremen werden seit über 15 Jahren im Rahmen des Service- und Betriebskonzepts der pädagogischen IT-Infrastruktur (SuBITI) Standards für die Schul-IT entwickelt. „Wie in der IT allgemein üblich, begegnen auch wir Herausforderungen mit Standardisierung und Zentralisierung. Das gilt auch für die IT-Versorgung unserer Schulen“, sagt Meik Hansen, Leiter IT bei der Senatorin für Bildung. „Das Konzept liefert mit der zentralen Organisation von Support, Netzwerkmanagement, Server-Betrieb und Client-Management alle wesentlichen Bausteine für eine lernförderliche und verlässliche IT-Infrastruktur“, erläutert er. Als „Herzstück der Lösung“ bezeichnet Hansen einen zentralen Verzeichnisdienst, in dem schulübergreifend alle Benutzerkonten und pädagogischen PCs erfasst sind.

Meik Hansen, IT-Leiter der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen.(©  Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen)
Meik Hansen, IT-Leiter der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen.
(© Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen)

Die Erfassung der PCs erfolgt dabei im Rahmen der zentralen Hardware-Beschaffung. Hansen: „Die Erstellung der Benutzerkonten ist Teil des zentralen auf der Open Source Software UCS@school basierenden Identitäts- und Accessmanagments (IAM). Hierbei erhalten alle Lehrenden automatisch ein ihrer Schule zugeordnetes Benutzerkonto.“ Die hierfür erforderlichen Daten wie Name oder Schulzugehörigkeit werden von den Schulen in der einheitlichen Schulverwaltungssoftware gepflegt und automatisch in den zentralen Verzeichnisdienst (OpenLDAP) übertragen. Dieser Dienst gewährt den Anwendern Zugriff auf die PCs der Schule und die zentralen Dienste wie WLAN , E-Mail und Lernplattform. „Alle Dienste, die wir heute und in Zukunft anbieten, authentifizieren die Anwenderinnen und Anwender gegen UCS@school, um einen sicheren IT-Betrieb zu gewährleisten“, versichert Hansen. Aktuell setzt Bremen mit der Stadtbiblio­thek ein Projekt um, das es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich mit Hilfe ihres schulischen Benutzerkontos einen digitalen Bibliotheksausweis zu erstellen.

Wir haben in Bremen zwar viel geschafft, aber es gibt auch noch jede Menge zu tun.

Meik Hansen, Leiter IT bei der Senatorin für Bildung in Bremen

Passiert ist also schon einiges, doch zufrieden ist Hansen mit dem Status quo nicht. „Wir haben in Bremen zwar viel geschafft, aber es gibt auch noch jede Menge zu tun“, sagt er. „Zum einen müssen wir unsere Erfolge wie das zentrale IAM, die landesweit einheitliche Lernplattform, das weitestgehend ­flächendeckende WLAN und die 1:1-Ausstattung mit ­Tablets nachhaltig monetär absichern, und zum anderen müssen diese Angebote auch kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt werden, um sich an die Veränderungen der Bedarfe der Schulen anzupassen.“

Digitalpakt Schule

Der Digitalpakt Schule ist ein positives Beispiel für eine massive staatliche Förderung, die bei der monetären Absicherung hilft. Die Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern sicherte den Schulen in den vergangenen Jahren insgesamt 6,5 Milliarden Euro für eine digitale Ausstattung der Schulen sowie die IT-Administration zu. Um die Anschlussförderung wird nach wie vor gerungen – Planungssicher­heit für die Schulträger sieht anders aus.

Durch den Digitalpakt wurde die Schuldigitalisierung wie erhofft forciert, auch in Bremen. „Wir hatten viele Jahre lang nur gute Ideen, aber kein Geld, um sie in der Fläche umzusetzen. Das hat der Digitalpakt geändert“, macht Meik Hansen deutlich. Mit Hilfe der Förderung konnte in Bremen die zentrale WLAN-Lösung auf nahezu alle Unterrichtsräume ausgeweitet werden, auch die Ausstattung mit einer digitalen Präsentationstechnik wurde dadurch möglich. Hansen: „Für die Schulentwicklung war das ein gigantischer Sprung.“

Auf der nächsten Seite: Wünsche aus Bremen Richtung Bundes- und Landespolitik; ein Digitalpakt für die Ewigkeit; Digitalschulen.

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