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Schutz vor Keylogging
Geknackt hat Psylock übrigens noch niemand. Und selbst Keylogging funktioniert nicht. Peter Bauer erinnert sich: „Einmal bekam ich die Meldung, dass bei einem unserer Studenten mitgeschnitten wurde, als er sich auf dem SB-Portal angemeldet hat. Aufgezeichnet wurde der Nutzername, die Stelle ‚Passwort‘ war leer, weil wir eben kein Passwort brauchen. So sind wir vor Keyloggern geschützt. Das ist mein Lieblingsargument, um den Leuten zu zeigen: Wir wissen schon, warum wir das so machen.“
Datenschutzeigenschaften
In Landshut ebenfalls ein Entscheidungskriterium waren die positiven Datenschutzeigenschaften der Tipp-Biometrie. Die natürlichen Schwankungen beim Tipp-Verhalten wirken sich in dieser Hinsicht vorteilhaft aus. Da das Tippverhalten kein über Jahre konstantes Merkmal ist, verliert ein einmal angelegtes Tipp-Muster einfach seine Gültigkeit, wenn es über einen längeren Zeitraum nicht abgerufen wird. Da außerdem keine kritischen Daten wie Geschlecht, Herkunft oder Gesundheitszustand erhoben werden können, schneidet es in puncto Datenschutz besser ab als andere Biometrie-Verfahren. So denkt man in Landshut bereits an eine Ausweitung der Tipp-Biometrie. Gerne würde man die Verlängerung der – im Gegensatz zu Psylock nach 13 Monaten ablaufenden Zertifikate – per Tipp-Biometrie ermöglichen, denn bisher muss jeder Student für die Erneuerung des Zertifikats ins Büro des Rechenzentrums kommen.
Große Zufriedenheit mit Tipp-Biometrie
Peter Bauer zieht entsprechend ein positives Resümee: „Die Tipp-Biometrie ist für mich eine Erfolgsgeschichte, weil sie gut funktioniert. Ich würde Psylock jedem empfehlen und bin einfach begeistert davon, weil ich es immer toll finde, wenn ich tippe und dann ins System komme. Zu unseren Zertifikaten ist es die ideale Ergänzung. Wobei die Tipp-Biometrie den Zertifikaten sogar in einem Punkt überlegen ist, weil das Zertifikat theoretisch ja auch von anderen als den hinterlegten Nutzern installiert werden kann.“
Andere Institutionen verlassen sich nach wie vor auf die Nutzername-/Kennwort-Prüfung. Peter Bauer vermutet, dass sie das Potenzial der Tipp-Biometrie noch nicht erkannt haben. Zudem wird die Sicherheit oftmals nach wie vor bedenklich locker gehandhabt. Spätestens, wenn Zertifikate zur Pflicht werden, wird sich Psylock merkbar verbreiten, ist er sich sicher. Denn die Tipp-Biometrie eignet sich für jegliche Freigaben in Unternehmen und Behörden, genauso wie für Webapplikationen und Internetportale.
Wer die Tipp-Biometrie selbst testen möchte, kann dies hier tun.
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