Aufstiegs-BAföG Hamburg: Berufliche Weiterbildung online beantragen

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Karrierepfade verlaufen in den seltensten Fällen geradlinig. Das Land Hamburg hat für seine Bürgerinnen und Bürger eine Online-Möglichkeit geschaffen, die das Beantragen des sogenannten Aufstiegs-BaföGs erleichtert. Dadurch soll insbesondere die Öffentliche Verwaltung entlastet werden.

Das Aufstiegs-BaföG bequem vom Arbeitsplatz aus beantragen? In Hamburg ist das seit Kurzem möglich.(©  MR.PLAY - stock.adobe.com)
Das Aufstiegs-BaföG bequem vom Arbeitsplatz aus beantragen? In Hamburg ist das seit Kurzem möglich.
(© MR.PLAY - stock.adobe.com)

Die Suche nach beruflicher Weiterentwicklung erhält in Hamburg digitale Unterstützung durch die Plattform „AFBG Digital“. Sie ermöglicht eine finanzielle Förderung im Rahmen des Aufstiegs-BAföG schnell und sicher online zu beantragen. Dieses gemeinsame Angebot von Bund und Ländern ist seit kurzer Zeit über die Webseite afbg-digital.de erreichbar und soll die berufliche Fortbildung stärken sowie die Förderung neuer Fachkräfte nachhaltig unterstützen.

Benannt ist die Plattform nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), in welchem die gesetzlichen Grundlagen zur beruflichen Weiterbildung klar definiert sind.

Im Jahr 2023 wurde die berufliche Weiterentwicklung von Hamburgerinnen und Hamburgern mit rund 21 Millionen Euro über das Aufstiegs-BAföG von Bund und Ländern gefördert. Dies umfasste über 3.000 Neu- und Folgeanträge, die bisher in der AFBG-Geschäftsstelle der Handwerkskammer Hamburg in Papierform oder per E-Mail bearbeitet wurden, was eine manuelle Übertragung der Dokumente in die Bearbeitungssoftware erforderte. Mit der Einführung von AFBG Digital wird dieser Prozess nun signifikant verschlankt.

Das benötigt man für AFBG Digital

Um AFBG Digital nutzen zu können, ist eine einmalige Anmeldung auf der Plattform erforderlich. Der Antragsentwurf wird – nach Angaben der Staatskanzlei Hamburg – vollautomatisch gespeichert, sodass der Bearbeitungsprozess jederzeit unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt fortgeführt werden kann. Die Authentifizierung erfolgt dabei über die BundID. Dazu wird die Freischaltung der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises (eID) vorausgesetzt. Im Postfach des BundID-Kontos werden zukünftig Bescheide und Nachrichten hinsichtlich des Aufstiegs-BaföGs gesammelt zugestellt.

Die neue Antragsplattform AFBG Digital, ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern, basiert auf dem Vorbild der digitalen Antragsplattform für das BAföG für Studentinnen und Studenten. Sie soll eine intuitive Menüführung durch das Antragsverfahren bieten und deswegen leichter verständlich sein als bisherige Services. Durch die automatische Zuordnung der Antragsdaten und die integrierte Fehlerprüfung werden der Antragsprozess sowohl für die Seite der Antragssteller als auch für die Öffentliche Verwaltung erleichtert und darüber hinaus die Bearbeitungszeiten verkürzt.

Ksenija Bekeris, Senatorin der Behörde für Schule und Berufsbildung, betont die Bedeutung des Aufstiegs-BAföG für die berufliche Weiterentwicklung und die Sicherung der Chancen auf lebenslanges Lernen und Handlungsfähigkeit im Berufsleben. Sie hebt hervor, dass allein im vergangenen Jahr in Hamburg mit Hilfe des Aufstiegs-BAföG rund 4.063 Menschen mit knapp 21 Millionen Euro bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt werden konnten, darunter über 1.700 angehende Erzieherinnen und Erzieher. Bekeris zeigt sich weiterhin erfreut darüber, dass die Anträge ab sofort unkompliziert und schnell digital gestellt werden können, um das Aufstiegs-BAföG für noch mehr Menschen zugänglich zu machen.

Staatsrat Jan Pörksen, Leiter der Senatskanzlei, würdigt ebenfalls das Aufstiegs-BAföG als wertvolles Angebot für Bürgerinnen und Bürger, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Er begrüßt die Einführung des neuen Online-Dienstes, der eine schnellere und einfachere Beantragung ermöglicht. Dies sei nicht nur ein Schritt hin zur bürgerfreundlichen Verwaltung, sondern auch eine wichtige Maßnahme zur Bewältigung des Fachkräftemangels.

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