Top Five Gartner Insights Abgesang auf die Public Cloud und die GenAI

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Die neuesten „Top Five Gartner Insights“ fallen teilweise überraschend aus, vor allem in Bezug auf die künstliche Intelligenz: Nur zehn Prozent aller KI-Projekte werden den gewünschten ROI liefern, so die Analysten. Und für die Public Cloud müssen Firmen eine Exit-Strategie bereithalten. Und zwar schnell.

Die Analysten von Gartner haben zum Jahresende ihre Prognosen zu einer Reihe von Technologien, Märkten und Branchen für das kommende Jahr abgegeben. (Bild:  frei lizenziert, Hans / Pixabay)
Die Analysten von Gartner haben zum Jahresende ihre Prognosen zu einer Reihe von Technologien, Märkten und Branchen für das kommende Jahr abgegeben.
(Bild: frei lizenziert, Hans / Pixabay)

Die Analysten von Gartner haben zum Jahresende ihre Prognosen zu einer Reihe von Technologien, Märkten und Branchen für das kommende Jahr abgegeben. Wenn es um Cloud Computing geht, gibt es eine kleine Überraschung: Die Marktbeobachter raten dringend allen Unternehmen, eine Strategie für den Ausstieg aus der öffentlichen Cloud zu entwickeln, und zwar aus Gründen des Risikomanagements.

Wie der „State of Cloud-Native Security Report 2023“ zeige, hätten die meisten Firmen mittlerweile mindestens einen großen Anbieter von Infrastructure-as-a-Service (IaaS) oder Platform-as-a-Service (PaaS) aus der Public Cloud in Betrieb. Jetzt würden viele einen zweiten Cloud-Anbieter für zusätzliche Anwendungsfälle suchen. Im Katastrophenfall sei es überlebenswichtig, schnell aus einer Public Cloud auschecken zu können. Dafür müssten jetzt Migrationspläne erstellt werden.

Helfen könne dabei die künstliche Intelligenz (KI), insbesondere in Form der generativen KI (GenAI). Diese befinde sich aktuell auf dem Gipfel der überzogenen Erwartungen, bis 2025 werden nach Schätzungen von Gartner 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine unternehmensweite GenAI-Anwendung einsetzen. Bitter: Weniger als 10 Prozent dieser Projekte werden wohl den erwarteten ROI erzielen. Für den sinnvollen Einsatz von KI seien umfangreiche Investitionen in die Bereitstellung und Pflege neuer KI-nativer Tools und Plattformen sowie in KI-fähige Daten, Mitarbeiter, Risikomanagement und Governance erforderlich.

„2025 könnte das erste Jahr sein, in dem GenAI in Sicherheits-Workflows integriert wird und einen echten Mehrwert liefert“, so Gartner. Bis 2024 werde jedoch weniger als ein Drittel der generativen Cybersecurity-KI-Implementierung zu Produktivitätsverbesserungen im Sicherheitsbetrieb von Unternehmen führen. Und damit mehr Ausgaben verursachen.

Und so sagen die Analysten voraus, dass nach dem Jahr 2023, das geprägt war durch GenAI-Ankündigungen, das Jahr der „Minimum Viable Products“ (MVP) sein wird. Dabei handelt es sich um Produkte, die dazu dienen, die Kundenbedürfnisse und -anforderungen vor der Entwicklung eines umfassenderen Produkts zu prüfen. Produktmanager sollten ein MVP proaktiv nutzen, um ihr Angebot zu validieren und zu verfeinern und die Markteinführungszeit zu verkürzen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal CloudComputing-Insider.

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