Award-Übergabe in Augsburg Fulminanter Schlusslauf bei der Wahl zum CIO des Jahres 2025

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Erdenklich knapp ging es dieses Jahr bei der Leserwahl zum eGovernment-CIO des Jahres zu. Erst auf der Zielgeraden, sprich in der finalen Abstimmungswoche, fiel die endgültige Entscheidung. Der Award wurde nun im Verlagshaus der Vogel IT-Medien übergeben.

Dr. Fabian Mehring (Mitte) gab sich die Ehre, seinen Award für den eGovernment-CIO des Jahres persönlich beim Redaktionsteam der eGovernment abzuholen. Die Redaktionsleitung, bestehend aus Stephan Augsten und Susanne Ehneß (1. und 2. v. l.), nahm den Staatsminister gemeinsam mit den Redakteuren Nicola Hauptmann und Johannes Kapfer in Empfang.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Dr. Fabian Mehring (Mitte) gab sich die Ehre, seinen Award für den eGovernment-CIO des Jahres persönlich beim Redaktionsteam der eGovernment abzuholen. Die Redaktionsleitung, bestehend aus Stephan Augsten und Susanne Ehneß (1. und 2. v. l.), nahm den Staatsminister gemeinsam mit den Redakteuren Nicola Hauptmann und Johannes Kapfer in Empfang.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Lange Zeit schien es, als könne unsere Redaktion den Award für den eGovernment-CIO des Jahres 2025 wie üblich auf dem alljährlichen eGovernment Summit überreichen. Die Gelegenheit ist günstig, schließlich treffen sich hier viele CIOs und CDOs aus den deutschen Bundesländern, um ihre Projekte vorzustellen, sich im kleinen Rahmen auszutauschen und einem Think Tank gleich neue Ideen und Strategien zu entwickeln.

Doch in der letzten Abstimmungswoche zeichnete sich ab, dass es dieses Jahr anders kommen sollte. Denn einem Nominierten war es gelungen, noch einmal „neue Kräfte“ zu mobilisieren. Weil dessen Digitalministerium auf dem eGovernment Summit aber traditionell von Amtschef Dr. Michael Strepp vertreten wird, erging die Entscheidung, die Ehrung bis Ende Mai aufzuschieben.

Dem oder der einen oder anderen dürfte nun schon dämmern, auf wen die Wahl gefallen ist: Dr. Fabian Mehring, der bayerische Staatsminister für Digitales, ist der eGovernment-CIO des Jahres 2025. „Da haben Sie ja einen ordentlichen Schlussspurt hingelegt. Nur gut, dass niemand Ihnen die weiß-blauen Schuhbändel zusammengebunden hat“, merkte Augsten bei der Award-Übergabe mit Blick auf Mehrings letztjährige Kritik zum EU-AI-Act mit einem Augenzwinkern an.

Der Worte waren allerdings noch nicht genug gewechselt. Die Redaktion ließ es sich nicht nehmen, Dr. Mehring noch für ein Kurzinterview ins Studio von Unbürokratisch einzuladen. Hier sprach er beispielsweise über das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, als dessen Aufgabe er es sieht, „dieses Gremiengeflecht [...] auf der Bundesebene ordentlich auseinanderzunehmen und vom Kopf auf die Füße zu stellen.“ Jeden Tag könne Mehring von morgens bis abends in Berliner Gremien sitzen – und hätte abends trotzdem 0,0 bewegt. Als Grund nannte er „völlige Verantwortungsdiffusion“: „Am Ende war niemand dingfest zu machen, der irgendwie Letztverantwortung hatte. [...] Sondern am Ende hat jeder gesagt, der ist zuständig, der ist zuständig, ich bin jedenfalls nicht zuständig.“ Das müsse aufhören, so Mehring. „Wir müssen jetzt unter einem Dach dieses einen Ministeriums dieses ganze Gremien-Wirrwarr auflösen und wirklich vom ständig drüber Labern ins Handeln kommen.“

Wer mehr über die jüngsten Ideen und Projekte des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, Dr. Mehrings Strategie zur Titelverteidigung und seine Wünsche an das Bundesdigitalministerium erfahren möchte, kann bereits in die Sonderfolge von Unbürokratisch reinhören.

Über den „eGovernment-CIO des Jahres Award“

Jedes Jahr vergibt die eGovernment-Redaktion den Award für den oder die CIO des Jahres, zur Wahl stehen jeweils die 16 Landes CIOs und bis zuletzt der Bundes-CIO, wobei dieser Posten im Zuge der Gründung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung gestrichen wurde. Dr. Mehring übernimmt den Titel von Martina Klement, der Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und CDO in der Berliner Senatskanzlei. 2023 war der Titel nach Rheinland-Pfalz gegangen, als die Leserinnen und Leser der eGovernment – Verwaltung Digital mehrheitlich für Fedor Ruhose gestimmt hatten.

Der letzte bayerische eGovernment-Award-Gewinner war im Übrigen Franz Josef Pschierer, der im Jahr 2010 noch den sogenannten Leadership Award erhalten hatte. Die Trophäe für den „eGovernment-CIO des Jahres“ lobt die eGovernment seit 2016 aus, seit 2020 wird ausschließlich ebendieser überreicht.

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