Verwaltungsdigitalisierung

FITKO plant ein Kommunalgremium

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Ein großer Teil der FITKO-Arbeit wird in der Kommunikation bestehen. So klagt ein nicht geringer Teil der Kommunen im Zusammenhang mit der OZG-Umsetzung darüber, nicht ausreichend informiert und eingebunden zu sein. Wie wollen Sie das ändern?

Schmidt: Ja, wir wissen, dass es Kommunen gibt, die sich nicht ausreichend eingebunden fühlen. Deshalb ist die Idee entstanden, ein Kommunalgremium zu schaffen, das die kommunalen Anforderungen im operativen Bereich stärker bündelt. Gleichzeitig können wir auf diese Weise sicherstellen, dass unsere Informationen sowie die des IT-Planungsrates die Kommunen besser erreichen. Dieses Gremium wird Mitte des Jahres seine Arbeit aufnehmen.

Lassen Sie uns die Punkte konstanter Informations- und Wissenstransfer, Förderung eines programminternen Informationssystems und die Koordinierung der Bereitstellung von Prozessen und Datenfeldern im Föderalen Informationsmanagement FIM noch einmal aufgreifen. Wie sollen diese Prozesse in der föderalen Praxis umgesetzt werden?

Schmidt: Beim Informations- und Wissenstransfer spielen sowohl regelmäßige Treffen der Themenfeldverantwortlichen und Koordinatoren als auch ein mehrmals im Jahr stattfindender Erfahrungsaustausch in unterschiedlichen Formaten eine wichtige Rolle. Darüber hinaus existieren derzeit drei online Informations- und Austauschplattformen zum OZG: Da wäre zum einen die OZG-Informationsplattform mit eher speziellen Informationen über den Fortschritt und die Umsetzung.

Auf dieser Plattform können die Themenfeldverantwortlichen in einem internen Bereich auch die Planungsdaten verfolgen und wichtige Kontaktdaten finden. Daneben gibt es die Website onlinezugangsgesetz.de, die vielseitige Informationen zum OZG für die Allgemeinheit bündelt. Und schließlich existiert noch die Seite ozg-kommunal.de, eine Diskussionsplattform der Kommunalen Spitzenverbände unter Beteiligung der FITKO. Hier haben wir also auf föderaler Ebene gemeinsam schon viel auf den Weg gebracht.

Und auch bei FIM sind wir ein ganzes Stück weiter. Aktuell wird das FIM-Portal dahingehend erweitert, dass die jeweiligen Informationen der Länder für alle Beteiligten abrufbar sind. Parallel bauen die Länder derzeit die notwendigen Strukturen auf, um zeitnah sämtliche Informationen selbstständig erheben und im FIM-Portal entsprechend bereitstellen zu können. Dies fördert Transparenz und schafft Überblick, wodurch die weitere Planung strukturierter erfolgen kann.

Gleichzeitig werden damit die Voraussetzungen für die Nachnutzung in den Ländern und Kommunen geschaffen. Dabei stellen die FIM-Stamminformationen die gesetzliche Grundlage dar, die je nach Bedarf an das Landesrecht angepasst werden können. Auch ist es möglich, lokale Vollzugsinformationen zu ergänzen, die mittlerweile auch automatisierte Online-Anträge generieren können.

Der Zeitplan für die OZG-Umsetzung ist eng getaktet. Wie sieht die Roadmap für das Jahr 2020 aus?

Schmidt: Nachdem die Themenfeldplanung mit Priorisierung der einzelnen Umsetzungsprojekte Ende letzten Jahres abgeschlossen wurde, geht es nun darum, die Planung mit Leben zu füllen. Der wichtigste Schwerpunkt im Programmmanagement wird daher sein, die Operationalisierung des Nachnutzungsmodells „Einer für alle“ auf organisatorischer, technischer, rechtlicher sowie finanzieller Ebene zu unterstützen.

Aktuell werden hier konkrete Unterstützungsangebote für die Beteiligten entwickelt. Daneben werden in Digitalisierungslaboren weitere Leistungen bearbeitet, sodass die Umsetzung des OZG weiter Fahrt aufnehmen kann.

Die Roadmap für 2020 ist also gut gefüllt und die Erwartungshaltung an die FITKO ist natürlich sehr hoch – nicht nur an ihre Rolle bei der OZG-Umsetzung. Als hoch motiviertes, aber bisher sehr kleines Team stoßen wird dabei auch schnell an die Grenzen unserer Kapazitäten. Zumal wir gleichzeitig auch noch mit dem Aufbau der Organisationsstrukturen der AöR inklusive Personalgewinnung beschäftigt sind. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir auch diese Herausforderungen meistern werden und einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der OZG-Umsetzung leisten können.

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