gesponsertCloud Transformation Hub für den öffentlichen Sektor Fahrplan für die Reise in die Cloud

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Die künftige Cloud-Landschaft für die öffentliche Verwaltung zeichnet sich bereits ab, doch wie können Verwaltungen und ihre IT-Dienstleister dieses Potenzial nutzen? Ein detaillierter Fahrplan gibt Orientierung auf dem Weg zur Cloud-Transformation.

Capgemini Cloud Transformation Map für den öffentlichen Sektor
Capgemini Cloud Transformation Map für den öffentlichen Sektor
(© Capgemini)

Hohe Ambitionen treffen auf ungenutzte Potenziale

In Deutschland wachsen die Ambitionen nach effektiver Verwaltungsmodernisierung durch Cloud-Nutzung. Gleichzeitig stehen noch keine leistungsstarken Cloud Provider für die öffentliche Verwaltung zur einfachen Verfügung. Während noch in Konzepten grundlegende Fragestellungen beantwortet werden, haben andere europäische Länder Lösungen bereitgestellt.

Mehr als 120 öffentliche IT-Dienstleister und Rechenzentren halten in Deutschland die Verwaltungssysteme am Laufen. Aufgrund von heterogenen Zuständigkeiten für Bund, Länder und Kommunen werden im Kern vergleichbare Leistungen vielfach an unterschiedlichen Stellen erbracht. Dazu gehören die Bereitstellung von benötigten Infrastrukturen sowie Entwicklung und Betrieb von Fachverfahren und Basis- und Querschnittsdiensten. IT-Dienstleister sind dabei geprägt von hoher Eigenfertigungstiefe. Das bedeutet: Es werden zahlreiche Ressourcen gebunden, um zumeist längst veraltete Technologien „am Leben“ zu halten. Gleichzeitig wird parallel an vielen Stellen nach Lösungen für ähnliche Herausforderungen gesucht.

Fehlende übergreifende Standards, die zur Umsetzung einer durchgängigen Verwaltungsdigitalisierung nötig sind, verstärken das Problem. Mangelnde Flexibilität in der Bereitstellung von Haushaltsmitteln für IT-Dienstleister erschwert z. B., „auf Vorrat“ Infrastrukturkomponenten zu beschaffen, um schnell und flexibel auf neue Anforderungen reagieren zu können.

Wesentliche Herausforderungen sind bekannt

Veraltete Technologien werden kostenintensiv weiterbetrieben, anstatt in die Zukunft zu investieren. Mangelnde Kenntnisse zur schrittweisen und effektiven Cloud-Nutzung verunsichern Entscheider. Wesentliche Potenziale, von der Innovation in der Cloud zu profitieren, bleiben dadurch ungenutzt.

Ein Großteil des Rechenzentrum-Betriebs erfolgt auf Basis konventioneller Systeme oder standardisierter Container-Infrastruktur. Eine schnelle, flexible und vollständig bedarfsgerechte Skalierung der Infrastruktur ist oftmals nicht möglich. Grundlegende Fähigkeiten wie z. B. vollständige Virtualisierung und Automatisierung werden nicht unterstützt.

Auch kann die öffentliche Verwaltung so nicht von der enormen Innovationskraft der Hyperscaler profitieren: echte Agilität, schnelle Wertschöpfung neuer IT-Dienste, reduzierte IT-Betriebskosten, verbesserte Stabilität und Sicherheit sowie ein verringerter CO2-Fußabdruck sind alles Potenziale, die nicht genutzt werden können. In Summe führt dies zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit der Verwaltungsdigitalisierung. So ist z. B. das Heben des Datenschatzes der Verwaltung ganz eng mit der Nutzung der KI-Dienste der Cloud verbunden.

Ein Kernproblem ist oftmals, dass es an vielen Stellen in der öffentlichen Verwaltung an Cloud-Kompetenzen mangelt. Entscheider und IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung müssen in den Aufbau dieser Kompetenzen investieren, um zukünftig auf dem Arbeitsmarkt relevant zu bleiben. Gleichzeitig muss ein kulturelles Umdenken erfolgen: Innovationen und Fortschritt entstehen auch aus Fehlern.

Cloud-Transformation ist angestoßen, Handeln verlangt

Zahlreiche Initiativen von öffentlichen IT-Dienstleistern und Hyperscalern zielen darauf ab, das Cloud-Angebot für die Verwaltung grundlegend zu verändern. Die Auswirkungen auf Behörden sind immens. Es gilt, diese Entwicklungen genau zu verstehen und die eigene Anschlussfähigkeit sicherzustellen.

Damit die Verwaltungsdigitalisierung erfolgreich vorangetrieben werden kann, muss für die Verwaltung ein föderal übergreifendes, souveränes, skalierbares und interoperables Cloud-Angebot geschaffen werden. Die Gestalter der IT der öffentlichen Verwaltung nehmen diesen Auftrag zur Weiterentwicklung an. Neben nationalen Cloud-Anbietern sind internationale Hyperscaler dabei, spezifische Anforderungen der öffentlichen Verwaltung besser zu verstehen und zu erfüllen. Bis 2024 sollen souveräne Cloud-Angebote für die Verwaltung entwickelt und bereitgestellt werden. Dazu laufen derzeit verschiedene Initiativen, die den Umgang mit Cloud-Lösungen maßgeblich verändern werden:

  • Ein erster Schritt ist der Aufbau eigener Private bzw. Community Clouds (z. B. Bundescloud) bei öffentlichen IT-Dienstleistern. Diese bieten insbesondere im Bereich IaaS und PaaS skalierbare und „per Klick“ verfügbare Dienste an. Damit starteten öffentliche IT-Dienstleister einen Entwicklungsprozess hin zu Cloud-Anbietern.
  • Durch die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie (DVS) entsteht ein Verbund von IT-Dienstleistern der Verwaltung. Dieser soll mittels Standardisierung und Arbeitsteilung die gegenseitige Nutzung von eigenen Cloud-Diensten ermöglichen – nach dem Motto „Build once, run anywhere“ bzw. „Einer-für-alle“.
  • Öffentliche IT-Dienstleister werden nicht nur selbst zu Cloud-Anbietern, sondern entwickeln auch neue Geschäftsmodelle, um ein gebündeltes, hybrides Multi-Cloud-Angebot für die Verwaltung bereitstellen zu können – d. h. ein Mix aus Private, souveränen und Public-Cloud-Lösungen verschiedener Anbieter.
  • Parallel entwickeln Hyperscaler und nationale/europäische Cloud-Anbieter spezifisch für die Verwaltung souveräne Cloud-Angebote. Diese werden künftig die Anforderungen an Datenschutz (z. B. EU-DSGVO), digitale Souveränität und IT-Sicherheit erfüllen wie z. B. die Delos-Cloud (Kooperation von SAP, Arvato und Microsoft) oder die Kooperation von T-Systems und Google nach dem Treuhänder-Modell.
  • Bei europäischen und deutschen Cloud-Anbietern werden verstärkt Cloud-Dienste von Kunden der öffentlichen Verwaltung nachgefragt, die entsprechend dem Bedarf ihr Cloud-Serviceportfolio ausrichten und massiv ausbauen.
  • Beschaffungsvorhaben für Cloud-Dienste, welche die spezifischen Anforderungen der öffentlichen Verwaltung erfüllen, sind in Vorbereitung.

Vieles ist noch im Fluss, dennoch: Die zukünftig für die öffentliche Verwaltung nutzbare Cloud-Landschaft zeichnet sich heute deutlich ab, die Verwaltung und ihre IT-Dienstleister müssen nun konkrete Schritte unternehmen, um vom sich abzeichnenden Innovationssprung zu profitieren, Deutschlands Verfahrenslandschaft „Cloud-ready“ zu bekommen und Cloud-Strategien zu operationalisieren. Es ist Zeit, bei der Beschäftigung mit Cloud umzudenken. Die Frage sollte nicht lauten: „Warum geht es nicht?“, sondern: „Wie und wo mache ich mir die Innovation zunutze?“

Wir begleiten Ihre Reise

Capgemini ist Partner der Cloud-Transformation zahlreicher Organisationen der öffentlichen Verwaltung in Deutschland, Europa und global. Wir kombinieren modernstes methodisches und technologisches Wissen aus sehr umfangreichen Erfahrungen zu Cloud-Transformationen in der Industrie und der Verwaltung mit tiefer fachlicher Expertise im öffentlichen Sektor.

Speziell für die deutsche Verwaltung haben wir einen holistischen Beratungsansatz entwickelt, der alle wesentlichen Aspekte für eine erfolgreiche Cloud-Transformation abdeckt. Dazu gründeten wir den Cloud Transformation Hub für den öffentlichen Sektor: unser Team und unser spezialisiertes Beratungs- und Umsetzungsangebot für unsere Kunden der öffentlichen Verwaltung. Im Hub entwickeln wir kundenspezifisch formbare Elemente für den Einstieg, fördern den Aufbau des Verständnisses, formulieren die zentralen zu beantwortenden Fragen und ebnen den Weg hin zu einer individuellen Cloud-Strategie, Cloud-Governance und Umsetzungsplanung. State-of-the-Art-Zusammenarbeitsmodelle schaffen hierbei beste Voraussetzungen für schnelle Ergebnisse.

Der „Fahrplan“ skizziert die Fülle an Themenbereichen und Fragestellungen auf der Reise in die Cloud. Nördlich des Flusses sind die Grundlagen und Elemente zur Entwicklung der Cloud-Strategie angesiedelt, südlich ist die Umsetzung verortet. Nicht für jeden Kunden ist alles gleich relevant, Kunden beginnen an unterschiedlichen Haltestellen die Reise und nehmen verschiedene Strecken. Der Blick auf das Ganze hilft dabei, nichts Bedeutendes zu übersehen.

Um die relevanten Themenblöcke besser einzuordnen, haben wir einen „Liniennetzplan“ entwickelt, der Orientierung für die wichtigsten Cloud-Themenfelder gibt:

  • Cloud-Bereitstellungs- und -Service-Modelle, Cloud-Provider für die öffentliche Verwaltung: Verstehe den bereits bestehenden und sich in den nächsten Jahren entwickelnden Markt von Anbietern und Services.
  • Sicherheit und Souveränität: Durchdringe und entmystifiziere die Themen, die bisher eine Nutzung der Cloud in der Breite der Verwaltung verhindert haben, unterscheide sie in ihre einzelnen Anforderungen und mache sie so rationalen Entscheidungen über Lösungen zugänglich.
  • Anwendungen: Analysiere die vorhandene Anwendungslandschaft in Hinblick auf Modernisierungsbedarf und Chancen durch die Cloud, lege Prioritäten für die Cloud-Nutzung bei Legacy- und neuen Verfahren fest.
  • Geschäftsmodell: Überprüfe das aktuelle Geschäftsmodell und passe es auf die eigene Nutzung bzw. Erweiterung des eigenen Leistungsangebots gegenüber den Kunden und Nutzern an.
  • Cloud Governance: Entwickle die individuelle Governance für die Nutzung und das Anbieten von Cloud-Services für die eigenen Kunden. Sie definiert als Wegweiser die relevanten Rahmenbedingungen.
  • Organisation: Denke die Auswirkungen auf die Beschäftigten, die erforderlichen Kompetenzen und den nötigen Kulturwandel von Anfang an mit, verstehe dies als Chance, die eigene Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern.

* Autoren: Ulrich Bonfig, Capgemini; Bernd Firuz Kramer, Capgemini Invent

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