Zentrum Digitale Souveränität

Ein stabiles Ökosystem für Open Source

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Politischer Support

So wichtig die Weiterentwicklung des ZenDiS und seiner Kollaborationslösungen ist, so wichtig ist auch die politische Unterstützung dieses Weges, auch in Form von Geldern. „Durch die Regierungsbildung hatten wir hier ein kleines Vakuum, keine Frage“, sagt Pockrandt. Das ZenDiS sei jedoch nie als Haushaltsposition gedacht gewesen, weil es sonst als Zuwendungsempfänger unter EU-Beihilferecht gefallen und damit nie Inhouse-fähig geworden wäre. „Die Grundidee war immer, dass sich das ZenDiS aus den Projektmitteln des damaligen BMI und anderer Behörden finanziert und darüber Aufträge generiert.“

(Bild:  ZenDiS)
(Bild: ZenDiS)

Deshalb sei das ZenDiS indirekt in den Haushalten abgelegt, beispielsweise im souveränen Arbeitsplatz oder in der Dienstekonsolidierung. „Da tauchen wir auf, und da brauchen wir den Support der Politik, dass das ZenDiS in diesen Kontexten eine starke Rolle spielt. „Der Weg führt nicht über eine eigene ZenDiS-Haushaltsposition“, erläutert Pockrandt. Man brauche hingegen die Projektmittel, die dann direkt in ein Ergebnis mündeten.

Planungen

Die Geschäftszahlen bewertet Pockrandt positiv. Im ersten Jahr habe das ZenDiS rund acht Millionen Euro Umsatz generiert, im aktuell laufenden zweiten Jahr werde diese Zahl verdoppelt. „Wir sind als Start-up im Staat auf einem sehr erfolgreichen Pfad“, freut er sich. Auch die Nutzerzahlen können sich sehen lassen, bei openCode seien bislang rund 3.600 Projekte hinterlegt – darunter beispielsweise auch das baden-württembergische F13. „Über openCode werden auch sichere Software-Lieferketten und gehärtete Container abgebildet“, sagt Pockrandt.

Die Bedeutung von openCode als Plattform nehme deutlich zu. „Es ist wichtig, eine Workplace-Lösung wie openDesk zu haben“, erklärt er. „Aber ein Environment zu haben, in dem sichere Open-Source-Projekte entwickelt, bewertet und zur Nachnutzung bereitgestellt werden können, ist für einen digital souveränen Staat enorm wichtig.“ Auch personell wächst die Bochumer GmbH. Bis Ende 2025 sind 40 Personen beschäftigt, perspektivisch seien 70 Mitarbeiter geplant.

Die Rolle des ZenDiS war laut Pockrandt von Anfang an klar und wird beibehalten: als Transformator, föderal und europäisch gedacht. „Für den Nutzer bedeutet es Workplace und Kollaboration. Für uns ist es ein Ökosystem“, verdeutlicht er. „Wir unterstützen die mittelständische Wirtschaft. Wir sorgen dafür, dass wir aus einer Open-Source-Sicht auf Augenhöhe mit Silicon Valley sind. Wir transformieren Gelder aus der öffentlichen Hand in diese Wirtschaft und erhalten Lösungen und Systemlandschaften, die für die öffentliche Hand sicher und nachhaltig nutzbar sind. Das ist das ZenDiS“, verdeutlicht er.

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