CDO-Zirkel des NEGZ

Ein Arbeitskreis für CDOs

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Im NEGZ gibt es bereits Arbeitskreise zu verschiedenen Themen, die auch im CDO-Zirkel besprochen werden. Andreas Steffen spricht hier von einer „großen Schnittmenge“, die man sinnvoll nutzen könne. Steffen betont, dass es aber nicht nur um die technische Ebene gehe, sondern ebenso um strategische wie auch kollaborative, kulturelle und menschliche Aspekte und das Aufzeigen von ­Bedarfen. „Wir als NEGZ können gut zuhören“, betont der 5STEP-Gründer.

Von anderen lernen

In einem geschützten Rahmen von Erfolgen und Schwierigkeiten berichten und von anderen lernen, das ist das Kernziel des CDO-Zirkels. „Man soll mitmachen und sich nicht nur reinsetzen und zuhören“, verdeutlicht Schmidt.

Antje Voß, Fachdienstleitung IT und Digitalisierung beim Kreis Schleswig-Flensburg.(©  Kreis Schleswig-Flensburg)
Antje Voß, Fachdienstleitung IT und Digitalisierung beim Kreis Schleswig-Flensburg.
(© Kreis Schleswig-Flensburg)

Antje Voß hofft, in ihrer Rolle als kommunale CIO besonders von den Erfahrungen der anderen zu profitieren, um auch besser einschätzen zu können, wie die finanziellen Mittel sinnvoll zu verteilen sind. „Wir haben 294 Landkreise und 106 kreisfreie Städte in Deutschland. Das sind also rund 400 Leute, die sich mehr oder minder mit den gleichen Themen auseinandersetzen“, erklärt Voß. „Und da ist es ganz natürlich, dass der eine schon in die eine Richtung gelaufen ist und der andere sich mit etwas anderem beschäftigt hat.“ Auch wenn man nicht die gleichen Ressourcen habe oder die gleiche Strategie fahre, sei ein Austausch enorm wertvoll. „Man kann aus den Erfahrungen der anderen Nutzen ziehen“, sagt Voß. „Welche ­Methodik wendest Du an? Was brauche ich, um Low Code einsetzen zu können? Welches Tool setzt Ihr beim Prozessmanagement ein?“, nennt Voß wichtige Fragestellungen.

Auf diese Weise könne man schnell abklopfen, welche Methode funktioniere und welche nicht. „Bei uns haben wir eine extrem bunte Landschaft“, sagt Voß. „Wir verwalten bei uns um die 250 Software-Produkte.“ Hier müsse man ganz schnell operativ agieren, denn „bei uns stehen die Bürger und die Mitarbeiter“.

Keine Vertriebsshow

Parallel wurde bereits begonnen, auf der Kollaborationsplattform Intrakommuna eine digitale Plattform für die Community mit dem Namen „CDOmmunity“ aufzubauen. Hier gibt es Einladungen zu Events, Diskussionen zu tages­aktuellen Themen und dort finden auch die bereits erwähnten Dialogformate der Industrie statt. Auch für Studien oder Erhebungen gibt es Abfragen. „Hier wird die Meinung der Fachcommunity gebündelt“, sagt Schachtner.

Andreas Steffen, Gründer von 5STEP.(©  NEGZ)
Andreas Steffen, Gründer von 5STEP.
(© NEGZ)

„Der CDO-Zirkel soll kein Sales-Event werden“, stellt Andreas ­Steffen klar. Zwar werde es auch Unterstützung beim Business Development geben, doch „wir versuchen, das gut auszubalancieren“. Schmidt betont: „Dass wir aus dem CDO-Zirkel keine Vertriebsshow machen wollen, das haben wir auch im Gründungsmeeting deutlich gemacht. Darauf werden wir achten.“ Dies werde auch gelingen, „da wir dies auch in unserer sonstigen Arbeit im NEGZ so machen“. Steffen ergänzt: „Auch die IT-Dienstleister wünschen sich eine bestmögliche Auftraggeberkompetenz aufseiten der Verwaltung.“

Jeder interessierte CDO kann am Zirkel teilnehmen, nicht nur die Mitglieder des NEGZ. „Wir haben derzeit die größte Gruppe an kommunalen CDOs“, verdeutlicht Schachtner. Diese stellten derzeit etwa die Hälfte der aktuell rund 100 Mitglieder des CDO-Zirkels. „Wir versuchen, alle­ Leute zu adressieren, die auf dem Weg sind, ihre Rolle intern zu transformieren, um Einfluss auf steuerungsrelevante Prozesse nehmen zu ­können und damit autonomer zu werden.“

Der CDO-Zirkel erfährt parallel eine wissenschaftliche Begleitung. Stephan Jarvers, Doktorand bei Christian Schachtner und hauptberuflich im Landkreis Osnabrück zuständig für Digitalstrategie und technische Weiterentwicklung sowie Lehrbeauftragter an der Hochschule Osnabrück, schreibt derzeit über die Rolle kommunaler CDOs und betrachtet unter anderem die Ausprägung des Engagements in puncto KI-Einsatz, Cloud oder digitales Leadership. Ende 2024 soll es dazu auch einen Workshop auf der KommDigitale geben.

Wie es weitergeht

Bis Jahresende steht noch viel Networking auf dem Programm, auch via Workshops auf Messen. Die digitale Plattform CDOmmunity wird bespielt, und auch an der Brown-Bag-Reihe des NEGZ will man sich beteiligen. Die Sprecher des CDO-Kreises treffen sich aktuell alle zwei Wochen, um über den Ausbau des Netzwerks oder aktuelle Themen zu sprechen.

Philipp Stolz, Leitung der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Schorndorf.(©  Philipp Stolz)
Philipp Stolz, Leitung der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Schorndorf.
(© Philipp Stolz)

Ideen gibt es reichlich: vom Roundtable inklusive Positionspapier bis zu Kurzstudien. Auch die bereits vorliegenden Studien des NEGZ ließen sich nochmals CDO-gerecht aufbereiten. „Es gibt noch so viel Potenzial“, betont Voß und nennt als Beispiele New Work und das Prozessmanagement. „Da wäre ­eine Handreichung für ganz viele Kolleginnen und Kollegen ein ­echter Gewinn.“

Für den CDO-Arbeitskreis, der sich bis Jahresende regelmäßig physisch und auch online treffen wird, wird es zu den Terminen Impulse geben, und im Rahmen eines jährlichen Events sollen alle Teilnehmer zusammenkommen. Auch die NEGZ-Herbsttagung am 19. September gibt die Möglichkeit zu ­einem Live-Treffen und natürlich auch zum Austausch mit den anderen Arbeitskreisen. Auf der Herbsttagung wird es zudem eine Workshop-Session des CDO-Zirkels mit dem Titel „Was zur Hölle haben Werte mit Digitalisierung zu tun?“ geben.

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