Wirtschaftsförderung 2.0

eGovernment-Strategien für die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Wirtschaft

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Die neuen Standortfaktoren der digitalen Gesellschaft

Es zeigt sich, dass für Unternehmen neue Faktoren bei der Wahl ihres Standortes maßgeblich sind. Hochleistungsverbindungen ins Internet, ein kreatives Umfeld und vernetzte Strukturen sind die neuen Indikatoren für einen modernen und attraktiven Standort. Klassische Infrastrukturmaßnahmen – wie das Vorhalten von Grundstücken für Erweiterungen und Neubauten oder optimale Verkehrsanbindungen – bilden zwar weiterhin die Grundlage einer unternehmerischen Ansiedlungsentscheidung – sie sind jedoch nicht mehr allein entscheidend.

Mit einem neuen Standortmanagement können Kommunen und Regionen versuchen, diesen neuen Ansprüchen gerecht zu werden. In Zeiten immer größerer Datenmengen ist der Ausbau des Breitbandnetzes eine der entscheidenden Aufgaben um Prosperität in der Region zu gewährleisten. Daher stehen vor allem Telekommunikationsanbieter, aber auch Bund, Länder und die Kommunen in der Verantwortung die flächendeckende Versorgung voranzutreiben.

Für eine erfolgreiche und effiziente Umsetzung eines solchen Standortmanagements sind zudem vernetzte Strukturen eine zwingende Voraussetzung. Interkommunale Zusammenarbeit lautet das Stichwort, um die gemeinsamen Ziele erreichen zu können. In der Tourismusbranche konnten nachweislich Erfolge durch eine übergreifende Zusammenarbeit erzielt werden. Die von allen getragene strategische Aufstellung einer ganzen Region bringt auch alle Stärken zum Vorschein.

Kooperationen erzielen bei gemeinsamer Interessenlage deutlich positivere Effekte und sollten an die Stelle der bisherigen Konkurrenzsituation treten. Leider verharren viele Kommunen noch in den alten Mustern – hier muss ein Umdenken stattfinden.

Nächste Seite: Web 2.0 erzwingt und ermöglicht interkommunale Zusammenarbeit

(ID:2047549)