Landeshauptstadt Dresden und TU Dresden Smart-City-Strategie geht in die Umsetzung

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Gesagt, getan: Nach der Erarbeitung der Smart-City-Strategie geht Dresden jetzt den Schritt in die Umsetzung. Vom Stadtrat gab es bereits grünes Licht und auch die Liste der geplanten Projekte steht schon fest.

„Mit dem Dresdner Smart-City-Modellprojekt ergeben sich hervorragende Möglichkeiten, digitale Technologien und Methoden für die Stadtentwicklung zu erproben und vor Ort in den städtischen Quartieren zur Wirkung zu bringen" (Jörg Rainer Noennig, Leiter WISSENSARCHITEKTUR der TUD)(©  jamesteohart – stock.adobe.com)
„Mit dem Dresdner Smart-City-Modellprojekt ergeben sich hervorragende Möglichkeiten, digitale Technologien und Methoden für die Stadtentwicklung zu erproben und vor Ort in den städtischen Quartieren zur Wirkung zu bringen" (Jörg Rainer Noennig, Leiter WISSENSARCHITEKTUR der TUD)
(© jamesteohart – stock.adobe.com)

2021 wurde Dresden als eine der Kommunen im Programm „Modellprojekt Smart Cities“ ausgewählt, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Projektträger) gefördert wird. Anfang 2022 startete das Modellprojekt beim Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen der Landeshauptstadt Dresden – zunächst­ mit der Strategiephase. In dieser ersten, bis 30. Juni termi­nierten Phase hat ein Projektteam der „WISSENSARCHITEKTUR Laboratory of Knowledge Architecture“ an der TU Dresden ein Strategiepapier erarbeitet.

„Die Smart-City-Strategie für Dresden greift die Megatrends der gesellschaftlichen Entwicklung auf und übersetzt diese in inhaltliche Richtungslinien für die Entwicklung digitaler Dienste im städtischen Raum“, erläutert Prof. Dr. Michael Breidung, Leiter des Eigenbetriebs IT-Dienstleistungen Dresden.

Auch Bürgerinnen und Bürger wurden eingebunden und dabei ging das Projektteam ungewöhnliche Wege: Neben einer Onlinebefragung konnten Vorschläge und Anregungen auch auf der Fahrt mit einer der „Zukunftsbahnen“ geteilt werden. Reguläre Straßenbahnen wurden dabei zu rollenden Ideenlaboren, in denen Hinweise und Ideen erfasst und auf Postern präsentiert wurden. Nach Auswertung und Clusterung der Ergebnisse konnte das Projektteam schließlich die Vision formulieren: „Durch digitalisierte Stadtinfrastrukturen und kommunikative Verwaltungsprozesse die Stadtentwicklung experimenteller und partizipativer gestalten – um neue Ressourcen für ein klimaneutrales und sozial gerechtes Dresden zu schaffen.“

Ab Juli startet nun die Umsetzung, die in agiler und iterativer Arbeitsweise erfolgen soll, indem die aufeinander folgenden Phasen der Bedarfsanalyse, Konzeption, Erprobung und Implementierung wiederholt durchlaufen werden.

Konkrete Projekte zur ­Umsetzung ausgewählt

Die folgenden Maßnahmen und Projekte sollen – vorbehaltlich der Fördermittelzusagen – umgesetzt und optimiert werden:

  • Digitale Plattform „Cleema“, mit der die Bevölkerung zu nachhaltigem Verhalten motiviert werden soll,
  • Umweltmonitoring mit Hilfe ­eines digitalen 3D-Zwillings,
  • Verkehrsmanagementsystem zur Integration von Verkehrsinfrastrukturen und intermodaler ­Mobilität,
  • strategisches Erhaltungsmanagement (Zustandserfassung, Planung und Erhaltung urbaner Infrastrukturen),
  • Konzeption eines energieautarken Wohnquartiers auf Basis eines Geothermie-Energiemanagementsystems im Dresdner Osten,
  • Smartes Energiemodell zum Lastspitzenmanagement im Klinikum Friedrichstadt,
  • Open Data: Bereitstellung und Nutzbarmachung offener Daten für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung,
  • Smart Participation: ein digitales Beteiligungskonzept und Bürgerlabor sowie
  • der „Digitale Sportpark“, eine digitale Lösung für das Nutzungsmanagement des Sportparks im Ostra-Gehege.

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