Agenda 2030

Digitalisierung: Welche Strategie in München verfolgt wird

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Klimaneutrale Mobilität

Bis zum Jahr 2025 sollen in München die Abgasemissionen um 80 Prozent reduziert und die Angebote des ÖPNV sowie diverse Modelle zur Reduktion der Individualmobilität umgesetzt werden. Diese Mammutaufgabe ist nur durch digital gestützte und auf Umweltparameter basierende Verkehrsplanungsmethoden möglich. Gerade im Hinblick auf die zahlreichen Dauerbaustellen im Münchener Stadtgebiet sowie die sehr regelmäßig stattfindenden Großveranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kultur und Politik, möchte die bayerische Landeshauptstadt eine Mobilitätswende hinlegen, die nicht zuletzt auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umgebung ermöglichen soll. Durch den flächendeckenden Einsatz eines stadtweiten Sensoriknetzes sollen Daten über Infrastrukturströme gewonnen werden. Ziel hiervon ist letzten Endes, die Lebensqualität aller Münchenerinnen und Münchener nachhaltig zu verbessern.

Sicherheit und transformative Prozesse in der Öffentlichen Verwaltung

In der Öffentlichen Verwaltung will München verschiedene Konzepte zum Einsatz bringen, die die Lebenswirklichkeit und den Bedürfniskatalog der Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt widerspiegeln und die Verwaltung somit ortsunabhängiger und nahbarer zugleich machen sollen.

In der Digitalstrategie Münchens heißt es wörtlich: „ Die Lebenswelt der Menschen wird digitaler. Es ist für viele Menschen selbstverständlich, große Teile ihres schulischen, beruflichen und privaten Alltags mithilfe digitaler Lösungen und begleitet durch digitale Kommunikation zu gestalten.“ Ferner wird darauf eingegangen, dass die überwiegende Mehrheit digitale Angebote nutzt und daraus auch einen Mehrwert generieren kann. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass es eine Minderheit gibt, die weniger stark technikaffin und mit den galoppierenden Entwicklungszyklen der digitalen Welt nicht zwangsläufig Schritt halten kann. Dabei beschränkt sich diese Bevölkerungsgruppe mitnichten auf die sogenannte Baby-Boomer-Generation oder ältere Semester. Auch ein – nicht zuletzt aufgrund der schieren Größe Münchens – nicht zu vernachlässigender Teil der jüngeren Generationen ist nicht dauerhaft vernetzt oder in Berufsfeldern, in denen die Digitalisierung bislang wenig Einfluss auf die Lebenswirklichkeit hatte, beschäftigt. Die Anforderungen eines modernen und durchdigitalisierten Verwaltungsapparates muss daher sein, die Verwaltungsleistungen – sowohl im digitalen wie auch im analogen Raum – für alle zugänglich und vor allem verständlich anzubieten.

Bei digitalen Verwaltungsleistungen wird in München insbesondere auf das Once-Only-Prinzip gesetzt. Das bedeutet, unter Berücksichtigung der DSGVO relevante Daten den Bürgerinnen und Bürgern nur ein einziges Mal mitzuteilen und ansonsten die sicher verschlüsselten Daten – bedarfsgerecht – mit anderen Behörden und Abteilungen innerhalb der städtischen Verwaltung zu teilen. Aufgrund dieses Sicherheitsstandards sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Datenpanne signifikant. Das Once-Only-Prinzip stellt eines der Grundprinzipien des europäischen eGovernment-Aktionsplans dar und ist grundlegend notwendig, um Verwaltungsleistungen mit dem notwendigen Maß an Vertrauen in den Umgang der Verwaltung mit sensiblen Daten zu versehen. Desweiteren wird in Hinblick auf Effizienz, Geschwindigkeit sowie die Entlastung der Verwaltungsangestellten eine medienbruchfreie und automatisiert gestaltete Verwaltung von Seiten der Stadt München angestrebt. Die digitalen Verwaltungsprozesse erhalten dabei Vorrang vor den konventionellen Verwaltungsleistungen. Dadurch sollen die Bürgerinnen und Bürger extrinsisch motiviert werden, die digitalen Verwaltungsangebote zu nutzen.

Die Angestellten der städtischen Verwaltung erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, vom Büro oder dem Homeoffice aus zu arbeiten. Dafür wurden und werden alle Beschäftigten mit stets aktuellen digitalen Endgeräten ausgestattet und erhalten zusätzlich regelmäßige Fortbildungen im Umgang mit ebendiesen.

In Bezug auf Datenaustausch und die Interoperabilität von digitalen Angeboten orientiert sich München an nationalen wie internationalen Standards. Insbesondere die Zusammenarbeit mit externen Partnern und der Einsatz von quelloffenen Strukturen hat dazu geführt, dass schon jetzt der ökologische Fußabdruck der Öffentlichen Verwaltung in München um einen großen Prozentsatz gesunken ist. Damit befindet sich die Verwaltung der bayerischen Landeshauptstadt auf dem besten Weg, ihr Etappenziel bei der Transformation hin zur zur digitalen Metropole 2025, vorzeitig zu erreichen.

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