DigitalPakt Alter Digitale Teilhabe für Ältere: die besten Projekte aus den Kommunen

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Elf Kommunen wurden beim Wettbewerb „Kommunal.Digital.Genial“ für ihre Projekte zur digitalen Teilhabe älterer Menschen ausgezeichnet. Die Konzepte sind äußerst vielfältig – von Digitallotsen, einer Senioren-App und einer interaktiven Plattform bis hin zu digitalen Bürgerbüros und smarten Wohnungen.

Unter den Gewinnern: Das Netzwerk Digitalambulanzen Bremerhaven, hier bei der Preisverleihung mit Bundesseniorenministerin Lisa Paus; Heike Eulitz, Stabsstelle für Seniorinnen und Senioren Bremerhaven, (links) und Netzwerkkoordinatorin Verena Springer (rechts).(© DigitalPakt Alter/ ARTIS-Uli Deck)
Unter den Gewinnern: Das Netzwerk Digitalambulanzen Bremerhaven, hier bei der Preisverleihung mit Bundesseniorenministerin Lisa Paus; Heike Eulitz, Stabsstelle für Seniorinnen und Senioren Bremerhaven, (links) und Netzwerkkoordinatorin Verena Springer (rechts).
(© DigitalPakt Alter/ ARTIS-Uli Deck)

So wichtig und nötig digitale Services sind, sollte eine Zielgruppe nicht außer Acht gelassen werden: die wachsende Gruppe der Seniorinnen und Senioren. Wie der D21-Digitalindex 2024/25 zeigt, ist bei digitalen Kompetenzen in Deutschland über alle Altersklassen noch viel Luft nach oben, im Schnitt verfügen 49 Prozent über die Basiskompetenzen, in der Nachkriegsgeneration sind es aber nur 36 Prozent und in der Generation davor nur 12 Prozent.

Mit dem bundesweiten „DigitalPakt Alter“ wollen 42 Partnerorganisationen, darunter auch die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, die digitale Teilhabe für Ältere fördern und sich für Unterstützungsangebote und bessere Bedingungen einsetzen. Eine der Maßnahmen ist der Wettbewerb Kommunal.Digital.Genial für innovative Projekte in den Kommunen, zu dem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgerufen haben. Die Gewinner wurden am 2. April auf dem Deutschen Seniorentag in Mannheim ausgezeichnet.

Die vorgestellten Lösungen sind vielfältig: ob barrierefreie digitale Bürgerbüros, bei deren Betreten sich eine Video-Ton-Verbindung aufbaut, eine digitale Plattform, generationsübergreifende Angebote wie Tandems und Digitallotsen; eine Stadt-App speziell für ältere Menschen oder Digitalcafés. Mit den prämierten Projekten des Wettbewerbs „Kommunal.Digital.Genial“ zeigten die Kommunen, dass digitale Teilhabe keine Frage des Alters sei, sagte Bundesministerin Lisa Paus: „Mein Wunsch ist, dass diese ausgezeichneten Konzepte als Inspiration für viele weitere Kommunen dienen und den Weg für eine breitere digitale Teilhabe älterer Menschen ebnen.“

Das sind die elf Preisträger:

Kategorie: Konzepte und Strategien

  • Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg): Digitale Gesundheits- und Pflegekompetenz von Seniorinnen, Senioren und pflegenden Angehörigen fördern
  • Landeshauptstadt Kiel: „Smart Altern“, ein Konzept für smartes und altersgerechtes Wohnen im Quartier
  • Landkreis Uckermark (Brandenburg): Digitaler Bürgerservice LISA: Leistungs-, Informations- und Serviceangebot, ein wohnortnahes Angebot der Daseinsvorsorge mittels digitaler Bürgerbüros

Kategorie: Vernetzungsprojekte

  • Bremerhaven (Bremen): Netzwerk Digitalambulanzen Bremerhaven
  • Frankfurt am Main (Hessen): Frankfurter Plattform 55+
  • Nürnberg: Wege in die digitale Welt für Ältere – mit Digitallotsen, Leihgeräten zum Ausprobieren und Digitalcafé

Kategorie: Beispiele guter Praxis

  • Kempten (Bayern): Digitale Teilhabe für ältere Menschen im Altstadthaus
  • Kreuztal (NRW): 1, 2, 3 – Digital dabei!
  • St. Ingbert (Saarland): Stadt-App INGO speziell für Ältere mit übersichtlicher Benutzeroberfläche, relevanten Informationen und Möglichkeiten zur Interaktion.

Zudem wurden zwei Sonderpreise vergeben: für die Stadt Recklinghausen (NRW) zum Projekt Soziale Beratungsleistungen Hausbesuchsdienst und für das Projekt „Eine Gute Stunde für den Werra-Meißner-Kreis“ in Hessen.

Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 50.000 Euro vergeben, bereitgestellt von der Commerzbank-Stiftung.

Stefan Hahn, Ständiger Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages: „Den Kommunen ist es ein wichtiges Anliegen, ein Lebensumfeld zu bieten, das Teilhabe und Selbstbestimmung auch im Alter ermöglicht." Wir freuen uns, dass nun herausragende Projekte prämiert und sichtbar gemacht werden. Eine flächendeckende digitale Teilhabe zu ermöglichen, bleibe eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der Bund, Länder und Kommunen sich gemeinschaftlich stellen müssen“.

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