Grundlagen eines erfolgreichen Projektes

Die Wirtschaftlichkeit der eVergabe

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

vergabe.NRW als „single point of contact

Das Portal zum öffentlichen Auftragswesen des Landes Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2002 gestartet. Zu Beginn enthielt das Internetangebot zahlreiche fachspezifische Informationen sowohl für die Auftraggeber- als auch die Auftragnehmerseite – allerdings jedoch noch nicht umfassend getrennt nach Zielgruppen. Sukzessive wurde das Angebot um Informationen und Services (Module) ausgebaut. Hierzu gehörten beispielsweise eine internetgestützte Abfragemöglichkeit beim Vergaberegister NRW sowie die Auftragsberatung NRW.

Im Zuge eines umfassenden Ausbaus wurden 2008 die Angebote in einzelne Portale für die Zielgruppen erweitert:

  • Unternehmen,
  • Vergabestellen der Kommunen,
  • Vergabestellen des Landes.

Die vielen positiven Rückmeldungen zum Angebot, ausgezeichnete Zugriffszahlen (über eine Million pro Monat) und ein sehr gutes Ranking bei Google (1. Platz unter deutschsprachigen Websites bei der Suche nach dem Begriff „Vergabe“ – vor Wikipedia oder dem BMWi) bekräftigten den Ausbau und das damit verbundene Ziel, mit dem Portal einen „single-point-of-contact“ zum öffentlichen Auftragswesen in NRW für Vergabestellen und Unternehmen zu realisieren.

Innerhalb des Portals „vergabe.NRW“ war eine der Ausbaustufen und heute auch eines der zentralen Module der Vergabemarktplatz, als Informations- und Transaktionsplattform für die Durchführung förmlicher Vergabeverfahren. Hiermit konnte ein weiteres Ziel verfolgt werden: die vollelektronische Abwicklung von Vergabeverfahren und die Bereitstellung möglichst vieler nützlicher Funktionalitäten.

Die Herausforderung dieser Ausbaustufe lag – wie bei allen Diensten des Portals – darin, die Lösung innerhalb kurzer Zeit trotz sehr heterogener Anforderungen der verschiedenen Vergabestellen des Landes und der Kommunen zum Einsatz zu bringen. Erschwerend kam hinzu, dass neben den unterschiedlichen fachlichen Anforderungen der Vergabestellen (Hochbau, Tiefbau, Liefer- und Dienstleistungsbereich) auch die abweichenden technischen System- und Prozessbedingungen in den einzelnen Vergabestellen berücksichtigt werden mussten.

Die Produktphilosophie des privaten Partners cosinex, den Bereich der Kommunikation und Transaktion (Vergabemarktplatz) von dem Bereich der internen Prozessunterstützung der Vergabestellen (Vergabemanagementsystem) zu trennen, ermöglichte die Konzentration auf die für das Portal wesentlichen Prozesse des Informationsaustausches mit den Unternehmen. Dieses Vorgehen machte es auch möglich, die Unterstützung der verwaltungsinternen Prozesse gesondert und vor allem sukzessive vorzunehmen, den Unternehmen aber dennoch sehr schnell einen elektronischen Zugang zu einer Vielzahl von Vergabeverfahren über das Portal anzubieten.

Nächste Seite: Eine zentrale Plattform steigerte die Akzeptanz des Marktplatzes

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2020797)