Von der Smart City zum Smart Country

Die Vorteile eines smarten Landes

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Berechnung des Smart-City-Index

Im Hauptfokus der alljährlichen Untersuchung des Bitkom liegen die fünf Themenfelder Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Diese bestehen insgesamt aus 37 Grund­indikatoren, welche wiederum aus 162 Parameterpunkten zusammengesetzt sind. Diese 162 Parameter auf jede einzelne der über 11.000 deutschen Kommunen anzuwenden würde sämtliche Rahmen sprengen. Aus diesem Grund wurde sich innerhalb des Bitkom darauf verständigt, „lediglich“ sogenannte Großstädte – also Kommunen mit einer Einwohnerzahl größer 100.000 – zu berücksichtigen. Derer gab es zum Stichtag 82. Eine mehr als im Vorjahr, denn Hanau konnte zum ersten Mal dauerhaft den Status einer Großstadt für sich beanspruchen. Bis auf Magdeburg sind 2024 alle Großstädte dem Aufruf des Bitkom gefolgt, sich an der Umfrage zu beteiligen, sodass insgesamt 13.284 Datenpunkte für den diesjährigen Smart-City-Index berücksichtigt werden konnten. Im Nachgang wurden die Datenpunkte von den Expertinnen und Experten von Bitkom Research nachvalidiert.

Deutschlands Weg zum Smart Country

Es gibt wohl wenige Länder weltweit, die einen derart flächendeckenden Wohlstand genießen wie Deutschland. Und zwar nicht trotz, sondern wegen seiner regionalen Vielfalt. Das Thema Digitalisierung im Allgemeinen und die nachgelagerte Transformation hin zu einem Smart Country im Speziellen ist jedoch eine Aufgabe, welche von der gesamten Gesellschaft getragen werden muss. Ein Land gilt nämlich erst dann als „smart“, wenn das Gros aller Kommunen diesen Status für sich beanspruchen kann. Der aktuelle Smart-City-Index des Bitkom zeigt deutlich das Verbesserungspotential Deutschlands im internationalen Vergleich auf.
Das Gefälle innerhalb des Index ist nämlich durchaus signifikant. Während der Erstplatzierte – München – 88,6 Indexpunkte sein eigen nennen kann, verfügt Platz 82 – Salzgitter – lediglich über derer 40,3. Wenn man weiterhin davon ausgeht, dass – bis auf wenige rühmliche Ausnahmen – in den mindestens 10.920 übrigen Kommunen eine geringere Indexpunktzahl erreicht werden würde, kann man noch lange nicht von Deutschland als „Smart Country“ sprechen.

Ist also ein föderales, dezentrales System mit der vollständigen Transformation eines Landes hin zum Smart Country unvereinbar? Wenn es nach Bitkom-Präsident Wintergerst geht, definitiv nicht. In seinen Augen ist es als gutes Zeichen zu werten, dass Deutschland im sogenannten Zeitreihenvergleich – also bei Betrachtung der verschiedenen Smart-City-Indizes der vergangenen Jahre – deutliche Fortschritte mache. Weiterhin müsste vonseiten der Entscheiderinnen und Entscheider im Public Sector insbesondere im Bereich der Finanzierung von Smart-City-Projekten ein Umdenken stattfinden. Weg von zeitlich befristeten Projekten hin zu dauerhaften Bestandteilen des kommunalen Alltags und Haushalts. Darin liege die Zukunft für den Digital-Standort Deutschland.

Weitere Informationen

Die Vorstellung des Smart-City-Index stellt eine festen Größe in den Kalendern der Verwaltungsdigitalisierer dar. Darin werden neben dem Digitalisierungsgrad auch der Fortschritt der OZG-Umsetzung in den verschiedenen Kommunen betrachtet und grafisch ansprechend aufbereitet.

Smart-City-Index 2024

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