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Der Weg zum erfolgreichen GDI-Betrieb
Eine frühzeitige Einbeziehung des Themas IT-Infrastruktur bei der Planung einer GDI sichert nachhaltige Vorteile im Produktionsbetrieb. Mit der Wahl des Betriebsmodells und der IT-Architektur werden wesentliche Entscheidungen für den späteren Produktionsbetrieb getroffen.
Das Projekt sollte mit der Diskussion über die Idealvorstellung der IT-Architektur beginnen. Ausgangspunkt für die Überlegungen sind die individuellen Rahmen- und Randbedingungen. In der anschließenden Evaluierungsphase erfolgt die generelle Prüfung der zuvor festgelegten Architektur bestehend aus Hard- und Software sowie dem angestrebten Betriebsmodell auf Umsetzbarkeit. Auf Basis vordefinierter Testszenarien wird die Referenzumgebung in einem nächsten Schritt funktionalen und IT-seitigen Lasttests unterzogen und nach und nach den zuvor festgelegten Anforderungen angepasst.
Die Erkenntnisse verwerten
Nun liegen Aussagen zur prinzipiellen Funktionstüchtigkeit von Architektur und Betriebsmodell sowie Ausgangsgrößen zur Dimensionierung der endgültigen Produktions-, Test-, Entwicklungs- und Referenzumgebung der gewählten IT-Architektur vor. Auf der Basis dieser Erkenntnisse lässt sich eine optimal dimensionierte IT-Infrastruktur – bestehend aus Client, Server und Storage-Komponenten aufbauen. Darüber hinaus ergeben sich daraus valide Informationen für den Lizenzbedarf.
Weiterhin ist in der Evaluierungsphase ein Betriebshandbuch zu erstellen. Darin sind alle direkten und vorbeugenden Maßnahmen beschrieben, die für den Betrieb des Gesamtsystems notwendig sind. Neben Betriebsanweisungen werden hier zum Beispiel auch personelle Verantwortlichkeiten oder Zeitpläne für Wartungsmaßnahmen festgehalten. Aufbauend darauf lassen sich belastbare und nachvollziehbare SLAs zwischen Nutzer und Betreiber vereinbaren.
Monitoring-Tools helfen im Produktionsbetrieb dabei, das Zusammenspiel von Geo-Applikationen und IT-Systemen und damit die Einhaltung definierter SLAs kontinuierlich zu überwachen. Neben Performance-Analysen zur Software und der Verfügbarkeit von Geo-Diensten sind dabei auch Statusmeldungen zu IT und Netzen einzubeziehen.
Fazit
Die Anforderungen von Geodiensten an die IT wachsen stetig. Bei der Einführung neuer Geoverfahren und GDI gilt es, nicht nur die GIS-Applikationen in die Planung einzubeziehen, sondern auch die zugrunde liegende IT-Infrastruktur und verschiedene Betriebsmodelle zu berücksichtigen. Dynamische IT-Infrastrukturen sind das Rückgrat für den nachhaltigen Betrieb und damit ein erfolgskritischer Faktor für die weitere Verbreitung von Geoinformationen. Am effizientesten lassen sich diese im Rahmen des Shared-Service-Center-Modells bereitstellen.
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