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Ein Umdenken auf allen Ebenen setzt ein
Die wachsenden Anforderungen an die IT-Infrastruktur und die Notwendigkeit, sich aufgrund begrenzter personeller Ressourcen auf Kernthemen zu fokussieren, führen auch im Geobereich dazu, über neue Architekturen von IT-Infrastrukturen und zentrale Betriebsmodelle nachzudenken. Ein vielversprechender Ansatz ist der zentrale Betrieb von Geoverfahren und GDI in Form eines Shared Service Centers.
Wesentliche Eckpunkte dabei sind:
- Verfahrens- und Produktverantwortung bleiben unverändert bei den Fachabteilungen/-behörden.
- Fachverfahren und die benötigte Software werden zentral in einem Rechenzentrum betrieben. Hierfür stellt der IT-Betreiber eine IT-Infrastruktur bedarfsorientiert zur Verfügung.?
- er Betrieb erfolgt auf einer zwischen Fachbehörde und IT-Betreiber getroffenen Betriebsvereinbarung, festgehalten in Form von Service Level Agreements und Betriebshandbuch (gegebenenfalls ITIL-konform).?
So lassen sich dem Nutzer direkt „Geoinformationen aus der Steckdose“– oder anders ausgedrückt „Geoinformation as a Service“ – zur Verfügung stellen. Ein zentrales Monitoring und Reporting gestattet ein gegenseitiges Controlling der Leistungen der Partner. Des Weiteren ist ein Verrechnungsmodell nach erbrachter Leistung möglich.
Zu den technischen Voraussetzungen für den Shared-Service-Center-Betrieb zählen serviceorientierte Architekturen (SOA). Geoinformationssystem-Hersteller bieten nun verstärkt serverbasierende Produktkomponenten und Lizenzen an; bislang dominierten im Bereich der GIS-Software Desktop-Produkte und heterogene Applikationen mit unterschiedlichsten Architekturen.
Eine optimale Ausnutzung von SOA bedingt eine entsprechende Hardware-Architektur, sogenannte serviceorientierte IT-Infrastrukturen (SOI). Mit ihnen kann eine weitestgehende Unabhängigkeit der Services und Anwendungen von der IT-Plattform erreicht werden.
Sämtliche Server- und Speicherkapazitäten werden in einem universellen Ressourcenpool zusammengefasst und den Applikationen je nach Bedarf automatisiert zugeordnet. Die Applikationen werden dabei von den physischen Rechner- und Speichersystemen entkoppelt und im Rahmen der Virtualisierung durch logische Verbindungen zwischen der physischen Hardware und der Software ersetzt.
SOI ermöglichen eine harmonische Zusammenführung der Einzelkomponenten einer GDI zu einer Gesamtlösung. Dies ist besonders wichtig bei Geo-Projekten, bei denen die interdisziplinäre und verwaltungsübergreifende Geodatennutzung im Vordergrund steht.
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