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Die Bayerische Polizei schafft Papierknöllchen ab

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Bayern als Vorreiter

Der Erfolg der mOwi-App schlägt Wellen, die auch außerhalb Bayerns wahrgenommen werden: „Die Bayerische Polizei ist die erste Landespolizei, die die Ausstellung von Strafzetteln auf diese Weise digitalisiert und vereinfacht hat. Wir haben hier sozusagen eine Vorreiterrolle. Aktuell besteht bereits von Seiten mehrerer Bundesländer Interesse an unserer App“, sagt Hiltl. Hier gelte es allerdings noch einige Formalitäten und Verantwortlichkeiten zu klären – auch hinsichtlich der Sicherheit der zugrundeliegenden Infrastruktur. Schließlich, so der Polizeibeamte, strebe man bei einem bundesweiten Einsatz eine möglichst einheitliche Lösung an – und dazu sind zunächst einige organisatorische und technische Hürden zu nehmen.

Über die App lassen sich unterschiedliche Tatbestände ermitteln.(Bild:  Polizei Bayern)
Über die App lassen sich unterschiedliche Tatbestände ermitteln.
(Bild: Polizei Bayern)

In jedem Fall scheint man in Bayern auf dem richtigen Weg zu sein: „Die Tatsache, dass die App und das Bürgerportal, wie wir es hier in Bayern nutzen, bei anderen Bundesländern auf so viel Interesse stoßen, zeigt, dass wir hier einige richtige Entscheidungen getroffen haben“, sagt Jörg Hiltl.

Weitere Einsatzgebiete geplant

Nachdem man mit der mOwi-App derart positive Erfahrungen sammeln durfte, hat man beim PVA Bayern bereits Pläne für weitere mobile Anwendungen. Denkbar ist demnach eine App, mit der sich auch bei regulären Polizeieinsätzen bestimmte Informationen schneller und einfacher erfassen und sicher ablegen sowie austauschen lassen. Außerdem wird bereits über eine Erweiterung des Bürgerportals nachgedacht, verrät Hiltl: „Mögliche Funktionalitäten gehen hier Richtung E-Payment, aber auch Datenupload und digitale Bürgeranhörungen sind interessante Optionen. Der große Vorteil an einer geschützten Infrastruktur wie idgard ist, dass wir über unsere Anwendung nun einen sicheren Kontakt zum Bürger aufbauen können – und das mit einer intuitiven und anwenderfreundlichen Oberfläche.“

Bleibt noch die Frage, was denn nun aus den analogen Knöllchen wird. Auch darauf hat Polizeihauptkommissar Hiltl eine Antwort: „Wir haben vor über einem Jahr bei den Polizeiverbänden angefragt, ob noch Strafzettelblöcke nachbestellt werden sollen. Das wurde verneint. Es wird also in Bayern schon bald keine Papierstrafzettel mehr geben – einfach deswegen, weil keine mehr gedruckt werden.“

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