Public Sector Parc 2009

Deutschland wird einfacher

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Der Bund setzt auf Integration

Die dabei entwickelten Methodiken sollen helfen, Prozessketten – basierend auf bestehenden Verfahren und Prozessen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen – systematisch zu analysieren und einen höheren Integrationsgrad bei der Umsetzung sicherzustellen. Für dieses Jahr ist nun die Pilotierung der Methoden vorgesehen. Mit der Kombination aus wissenschaftlicher Methodenentwicklung und praktischer Anwendung mit dem Ziel, ein standardisiertes Vorgehensmuster für die Digitalisierung von Prozessketten zu entwickeln, soll sich Deutschland auch international als Spitzenreiter positionieren.

Erste Ergebnisse des Projektes liegen nun vor und werden ebenfalls im Public Sector Parc präsentiert. Dargestellt werden die Ergebnisse am Elektronischen Abfallnachweisverfahren (ZKS Abfall), dem Projekt IT FoodTrace (Rückverfolgung von Lebensmittel tierischer Herkunft) und dem Projekt ePRTR (Elektronisches Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister).

So soll das Projekt ZKS-Abfall eine effiziente Kontrolle der Abfallströme – in Deutschland fallen pro Jahr rund 21 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle an – gewährleisten. Ab 2010 soll das Nachweisverfahren über die Entsorgung gefährlicher – und fakultativ auch nicht gefährlicher – Abfälle auf ein elektronisches Verfahren umgestellt sein, ab 2011 mit dem Einsatz elektronischer Signaturen. Ziele sind: mehr Sicherheit und – durch vereinfachte Prozesse – geringere Bürokratiekosten.

Das Projekt IT FoodTrace soll die Rückverfolgung einzelner Nahrungsmittel über die ganze Lieferkette vom Lebensmittelgeschäft bis zum Erzeuger, unter Einsatz modernster Technologien und Architekturen ermöglichen. Realisiert wird das Gemeinschaftsprojekt von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltungen.

Seit 2008 müssen Unternehmen Daten über ihre Schadstofffreisetzungen in die Umwelt sowie über die Verbringung des Abfalls und des Abwassers außerhalb des Standortes berichten. Hierzu steht ihnen das Web-Portal Bube-Online zur Verfügung. Die Informationen sollen ab Juni 2009 im ePRTR für Bürger im Internet veröffentlicht werden.

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