Umfrage der Stadtwerke Lübeck Deutsche skeptisch bei Verwaltungsdigitalisierung

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Die Skepsis gegenüber aktuellen Digitalisierungsbestrebungen der Verwaltung ist in Deutschland weit verbreitet. Sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch kommunalpolitische Entscheidungsträger äußern Bedenken hinsichtlich der Effektivität und Nutzerfreundlichkeit der geplanten Maßnahmen.

Der „Fakten-Check Digitalisierung“ im Auftrag der Stadtwerke Lübeck Gruppe zeigt, dass die Mehrheit der Bürger nicht an die Umsetzung der Digitalisierung glaubt.(Bild:  Dontree – stock.adobe.com)
Der „Fakten-Check Digitalisierung“ im Auftrag der Stadtwerke Lübeck Gruppe zeigt, dass die Mehrheit der Bürger nicht an die Umsetzung der Digitalisierung glaubt.
(Bild: Dontree – stock.adobe.com)

Begeisterung sieht anders aus: 80,9 Prozent der Bundesbürger- und bürgerinnen zeigt sich skeptisch gegenüber den aktuellen Digitalisierungsbestrebungen der Verwaltung. Noch besorgniserregender ist, dass auch 77 Prozent der kommunalpolitischen Entscheidungsträger nicht glauben, dass die Digitalisierung der Verwaltung in den kommenden Jahren effektiv und nutzerfreundlich umgesetzt werden kann. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Stadtwerke Lübeck durchgeführt wurde. Befragt wurden im Rahmen dessen insgesamt 5.000 Bürger.

Die Umfrage beleuchtet auch die Sicht der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich digitaler Teilhabe. Etwa zwei Drittel (69,3 Prozent) der Befragten sind skeptisch und glauben nicht, dass alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von der Digitalisierung profitieren werden. Interessanterweise zeigen sich die 18–29-Jährigen am optimistischsten, während bei den 40–49-Jährigen die geringste Zuversicht herrscht.

Um den Bürger und Bürgerinnen das Vertrauen in die Digitalisierung wiederzugeben, sei es wichtig, die Sicherheit respektive den Schutz vor Cyberattacken zu gewährleisten (50,8 Prozent), User Experience zu verbessern (39,1 Prozent) und bei der Schnelligkeit der Umsetzung einen Zahn zuzulegen (36,5 Prozent). Doch das ist nicht alles, was die Befragten von den Behörden erwarten: Fast die Hälfte (48,9 Prozent) wünscht sich zudem einen einfachen Zugang zu Dienstleistungen, gefolgt von Sicherheit persönlicher Daten (44,7 Prozent) und einem Fokus auf Kommunikation zwischen den Behörden (42,8 Prozent).

Doch was braucht es dafür? Aus Sicht der kommunalpolitischen Entscheider ist es an erster Stelle wichtig, die digitalen Kompetenzen der Mitarbeitenden zu verbessern (43 Prozent) sowie eine sichere digitale Infrastruktur (42,6 Prozent) zu implementieren. Zudem sprechen sie sich dafür aus, Projekten aus anderen Kommunen und Städten zu übernehmen (23,8 Prozent).

„Unserer Erfahrung nach ist es gerade bei so umfassenden Projekten wie der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung wichtig, das übergeordnete Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: Nämlich dass die Schaffung dieser Infrastrukturen, Dienstleistungen und Güter kein Selbstzweck ist, sondern ein Werkzeug, um nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse und die digitale Souveränität von Städten und Kommunen unabhängig von privatwirtschaftlichen Anbietern zu gewährleisten”, so auch Dr. Jens Meier, CEO der Stadtwerke Lübeck Gruppe.

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