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Nutzerzentriert und Open-Source-basiert Datenmanagement beim LfU

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Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) modernisiert seine Altanwendungen auf ­Basis von Open-Source-Standards und verfügt dadurch über ein ausbaufähiges und ­effizientes Datenmanagement. Schlüssel zum Erfolg ist dabei ein stark nutzerorientierter und agiler Entwicklungsansatz.

Nutzerorientierte Aufbereitung von Daten beim LfU im Bereich Wasserversorgung
Nutzerorientierte Aufbereitung von Daten beim LfU im Bereich Wasserversorgung
(© Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Daten sind für das LfU essenziell: Als zentrale Fachbehörde für Umwelt- und Naturschutz, Geologie und Wasserwirtschaft in Bayern beurteilt das LfU den Zustand der dortigen Umwelt und entwickelt auf dieser Basis Ziele, Strategien und Pläne für deren Schutz und nachhaltige Nutzung.

2014 startete das LfU mit der ­Modernisierung der auf verschiedenen Technologien gewachsenen Fachanwendungs-Landschaft, da ein wirtschaftlicher Betrieb und ein langfristiger Support für einige Systeme nicht mehr sicher­gestellt werden konnten. Verstärkt wird der Handlungsdruck auch aus anderen Richtungen: E-Government, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und zunehmende Gesetzesvorgaben zum Umgang mit Daten verlangen nach IT-Lösungen, die ein effizienteres Arbeiten in den Behörden ermöglichen.

Modernisierung von ­Altanwendungen: mehr Effizienz durch Standards

Unter dem Namen ADAMAS hat das LfU in Zusammenarbeit mit Capgemini eine neue Plattform für webbasierte Fachverfahren geschaffen – basierend auf modernen und einheitlichen Technologie­standards mit Fokus auf Open Source und einer zentralen Datenhaltung. Die für die Umweltverwaltung wichtigen Geodaten sind in die Plattform integriert. Das Konzept schließt auch einen unkomplizierten Datenaustausch ­sowie eine Umsetzung auf Basis von Microservices nach dem Once-­Only-Prinzip ein.

Erste Anwendungen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Naturschutz, Strahlenschutz, Altlasten und Immissionsschutz wurden bereits auf der Plattform umgesetzt und arbeiten produktiv – weitere werden folgen. Die ADAMAS-Plattform orientiert sich weitgehend an den föderalen Architekturricht­linien des IT-Planungsrates und ist am LfU ein wichtiger Baustein zur Umsetzung von E-Government-Lösungen.

Nutzerzentrierung

Effizientes Datenmanagement beginnt bereits bei einer intuitiven, nutzergeführten Datenerfassung in den Fachanwendungen. Zudem müssen Informationen für die ­Anwender gut verständlich aufbereitet werden. So bietet z. B. die Einstiegsseite für den Bereich Wasserwirtschaft mit einer Kombination aus Aufgaben, Kennzahlen und Kartenansicht (s. Bild) einen guten Überblick über alle arbeitsrelevanten Informationen. Da das LfU viel Wert auf die Nutzerakzeptanz legt, sind die Endanwender eng in die Entwicklung von Fachanwendungen eingebunden:

  • In den frühen Spezifikationsphasen werden Anforderungen aus dedizierten Interviews mit Endanwendern abgeleitet.
  • Die Entwicklung erfolgt agil, so dass die Anwender in regelmäßigen Abständen Feedback zu Prototypen abgeben können.
  • Anwenderstudien, bei denen Anwender beim Erfüllen von Testaufgaben beobachtet werden, ­decken Optimierungspotenziale auf.

Im Bereich Wasserwirtschaft können Betreiber von Brunnen oder Messstellen die neue Anwendung nutzen, um ihre Daten online an das LfU zu übermitteln. Der daraus­ resultierende Mehrwert macht den Umstieg für die Betreiber attraktiv und ist gleichzeitig Leitlinie für die Entwicklung der neuen Anwendung im Sinne der User Experience. Die Vorteile liegen auf beiden Seiten: Das LfU erhält in ­Zukunft digital und standardisiert Daten von den Betreibern, die im Gegenzug von neuen Datenanalyse- und Darstellungsoptionen profitieren.

Der nutzerorientierte, agile Entwicklungsprozess für Fachverfahren, basierend auf Open-Source-Technologien mit Capgemini als Partner, hat sich für das Bayerische Landesamt für Umwelt bewährt. Die durch die ADAMAS-Plattform erfolgte Standardisierung­ hat die Entwicklungsprozesse und den Betrieb der Fachverfahren ­vereinfacht.

Die Autoren

Oliver Richter (LfU), Thomas Gülden (LfU), Birgit Dziallas (Capgemini)

Kontakt: birgit.dziallas@capgemini.com

www.lfu.bayern.de

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