Daten für evidenzbasierte Entscheidungen nutzen Data Hub Berlin: Prototyp veröffentlicht

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Mit dem Data Hub Berlin will die Senatsverwaltung ganz neue Möglichkeiten für ein datenbasiertes Verwaltungshandeln schaffen. Der Prototyp wurde jetzt veröffentlicht. Er basiert auf einer offenen, modularen Architektur und Open-Source-Komponenten.

Der Data Hub Berlin läuft derzeit in der Pilotphase: Gemeinsam mit Senatsverwaltungen und Bezirksämtern werden zunächst vier Anwendungsfälle erprobt.(Bild: ©  leon - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der Data Hub Berlin läuft derzeit in der Pilotphase: Gemeinsam mit Senatsverwaltungen und Bezirksämtern werden zunächst vier Anwendungsfälle erprobt.
(Bild: © leon - stock.adobe.com / KI-generiert)

Zum zentralen Knotenpunkt für die Datenarbeit der Stadt soll er werden – der Data Hub Berlin. Als urbane Datenplattform soll er den Berliner Behörden und Ämtern künftig ermöglichen, Daten effizient zu erheben, aufzubereiten und zu visualisieren und so auch die Zusammenarbeit fördern. Die modulare, skalierbare Architektur fußt auf Cloud-nativen Technologien und Open-Source-Komponenten.

Der Data Hub stärke Berlins Souveränität im Umgang mit Daten, er „fördert innovative Anwendungsfälle und schafft die Basis für datenbasiertes Arbeiten in allen Bereichen – und damit einen echten Mehrwert für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft“, so Martina Klement, CDO und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung.

Initiiert von der Senatskanzlei als Maßnahme der Strategie Gemeinsam Digital: Berlin, läuft das Projekt derzeit in der Pilotphase. Der Prototyp basiert auf dem Tech Stack der urbanen Datenplattform CIVITAS/CORE und wird an die Bedarfe der Berliner Verwaltung angepasst und weiterentwickelt. Die Technologiestiftung Berlin testet die Plattform im Rahmen einer Zuwendung der Berliner Senatskanzlei. Gemeinsam mit Senatsverwaltungen und Bezirksämtern werden aktuell vier Anwendungsfälle erprobt:

  • Im Projekt „Akteure im Sozialraum sichtbar machen“ soll mittels Online-Formular, Karten-Tool und Datenbank erfasst werden, wo Akteure, Träger und Netzwerke in Berlin-Neukölln wirken.
  • Ein Dashboard für die Stadtteilbibliothek Pankow soll zeigen, wie sich Nutzung, Bestand und Zukäufe entwickeln, etwa welche Angebote besonders viele Menschen erreichen – um Räume und Gelder effizient nutzen zu können.
  • Zu den Projekten Digitale Bezirksregionenprofile und
  • Monitoring der Landesgleichstellung soll es in Kürze weitere Informationen auf der Website geben.

Ebenfalls auf der Website finden sich Beschreibungen der Tools und Bausteine zur Speicherung, Verarbeitung und Visualisierung der Daten sowie die Architekturprinzipien. Projektablauf, Rechte und Rollen sind erklärt.

Grundsätzlich sind weitere Use Cases möglich, Fachbereiche können hier auch selbst aktiv werden. Die Ersteller weisen aber auch darauf hin, dass der Data Hub als ein komplexes System mit einigen Anforderungen und Rahmenbedingungen derzeit kein reines Self-Service-System sei, sondern begleitet eingeführt wird. Während der Pilotphase werden demnach Projekte und Zugänge „gemeinsam mit dem Kompetenzteam der Technologiestiftung Berlin umgesetzt und in Abstimmung mit der Gruppe Smart City und Datenmanagement der Senatskanzlei Berlin koordiniert“. Künftig will die Technologiestiftung weitere Hilfsmittel für die Nutzung entwickeln und zur Verfügung stellen, wie etwa Checklisten, Templates für Projekte, Best-Practices für Datenmodelle und Dashboards oder standardisierte Datenräume.

„Von der komplexen Datenverarbeitungspipeline bis zum interaktiven Dashboard – der Data Hub lässt sich für eine Vielzahl von Anwendungsfällen nutzen, für die derzeit im Land Berlin verstreute Einzellösungen oder gar keine Umsetzungsmöglichkeiten bestehen. Damit schafft er Raum für Innovationen und evidenzbasierte Entscheidungen, die Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern langfristig zugutekommen“, resümiert Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin.

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