Smart-City-Projekt aus Berlin Data Governance: ein Leitfaden für die Praxis

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Berlin teilt die Erkenntnisse aus dem Projekt „Data & Smart City Governance“ – der hier entwickelte Data Governance Wegweiser wurde jetzt veröffentlicht und kann kostenfrei genutzt werden.

Mit einer passenden Data Governance setzen Projektverantwortliche den Rahmen zur Verwaltung, Kontrolle und Qualitätssicherung von Daten innerhalb und zwischen den beteiligten Organisationen. Der Wegweiser unterstützt dabei mit Anleitungen, Hintergrundinformationen und erprobten Vorlagen. (Bild:  Linus – stock.adobe.com)
Mit einer passenden Data Governance setzen Projektverantwortliche den Rahmen zur Verwaltung, Kontrolle und Qualitätssicherung von Daten innerhalb und zwischen den beteiligten Organisationen. Der Wegweiser unterstützt dabei mit Anleitungen, Hintergrundinformationen und erprobten Vorlagen.
(Bild: Linus – stock.adobe.com)

Daten sind die Basis für Smart-City-Lösungen und digitale Innovationen, doch ihre Nutzung wirft Fragen auf und birgt auch Interessenskonflikte, etwa: Wer darf auf welche Daten zugreifen, welche Vorgaben und Schutzrechte sind zu beachten?

Theorie allein ist nicht die Antwort. In Berlin hat ein Forschungsteam des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) und des Kompetenzzentrums Wasser Berlin (KWB) im Auftrag der Senatskanzlei in einem Projekt untersucht, wie öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft beim Thema Datennutzung und -verarbeitung effizient, gemeinwohlorientiert und auf Augenhöhe zusammenwirken und Konflikte lösen können. Basierend auf einer konkreten Anwendung zum Luftqualitätsmanagement sollte ein Data-Governance-Modell entwickelt werden. Die Forschenden haben dabei eng mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kommunen zusammengearbeitet sowie weitere Stakeholder einbezogen und Beteiligungsmodelle erprobt.

Entstanden ist ein interaktives digitales Handbuch, das über die HIIG-Website kostenlos zur Verfügung steht. Kommunen und Verwaltungen finden hier Schritt-für-Schritt-Anleitungen, in der Praxis erprobte Muster und Vorlagen sowie Hintergrundinformationen für eine passende Data Governance – um ihre datenbasierten Projekte eigenständig zu planen, umzusetzen und in die Verwaltungsabläufe zu integrieren. Das Vorgehen ist untergliedert in die Schritte

  • Prozesse entschlüsseln,
  • Daten erschließen,
  • Veränderung anstoßen.

„Unser Ziel ist es, Verwaltungen konkrete Werkzeuge zu geben, damit digitale Innovationen wie autonome Nahverkehrssysteme, intelligente Energieversorgung oder digitale Bürgerdienste auch wirklich umgesetzt werden können“, erläutert Professor Dr. Max von Grafenstein, Forschungsleiter am HIIG.

Das Projekt „Data & Smart City Governance am Beispiel von Luftgütemanagement“ ist eine Maßnahme der Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin“, die im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ entwickelt wurde. Martina Klement, CDO des Landes Berlin und auch für die Themen Smart City und Datenmanagement zuständig, verdeutlicht: „Mit dem Modellprojekt und der Smart-City-Strategie ‚Gemeinsam Digital Berlin‘ beschreiten wir neue Wege, um übergreifende Fragen der digitalen und smarten Transformation zu lösen." Der Wegweiser der Maßnahme Data & Smart City Governance schaffe eine wichtige Grundlage für eine bessere und effizientere Zusammenarbeit der Behörden untereinander.

Die bundesweite Resonanz über alle Verwaltungsebenen hinweg zeige, wie relevant das Thema sei und „welchen praktischen Mehrwert unser Ansatz für eine alltagstaugliche, skalierbare Data Governance bietet“, sagt Dr. Maurice Stenzel, Wissenschaftlicher Koordinator im Projekt am HIIG. Er dankte insbesondere dem CityLAB Berlin für die methodische Begleitung im Projektverlauf.

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