Digitale Plattform zur Luftqualität Berliner Luft – neuer Service der Senatsverwaltung

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Was macht die Berliner Luft? Mit Hilfe von KI lässt sich das jetzt vorhersagen: Bürgerinnen und Bürger finden Daten zur Luftbelastung für vier Tage im Voraus auf einer digitalen Plattform.

Mit dem „Aufbau eines erweiterten umweltsensitiven Verkehrsmanagementsystems" (eUVM) im Rahmen eines Förderprojektes soll die Luftschadstoffbelastung in hoch belasteten Berliner Straßen und Stadtgebieten gesenkt werden.(© JFL Photography – stock.adobe.com)
Mit dem „Aufbau eines erweiterten umweltsensitiven Verkehrsmanagementsystems" (eUVM) im Rahmen eines Förderprojektes soll die Luftschadstoffbelastung in hoch belasteten Berliner Straßen und Stadtgebieten gesenkt werden.
(© JFL Photography – stock.adobe.com)

Vom „holden Duft“ der Berliner Luft, wie einst im Operettenschlager besungen, ist gut hundert Jahre später wenig geblieben: Wie viele Städte kämpft auch Berlin mit Auspuffgasen und Luftverschmutzung. Offenbar mit Erfolg: „Dank der wirkungsorientierten Umsetzung des Berliner Luftreinhalteplans und der damit einhergehenden Maßnahmen, hat sich die Luftqualität in Berlin in den letzten Jahren deutlich verbessert“, sagt Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte würden eingehalten.

Welche Schadstoffbelastung in den Berliner Hauptverkehrsstraßen und Kiezen konkret zu erwarten ist, das können Bürgerinnen und Bürger seit kurzem der „Digitalen Plattform Stadtverkehr“ entnehmen. Für die Vorhersagen werden Daten des Berliner Luftgütemessnetzes, der Verkehrsdetektoren, Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes sowie viele weitere Daten zur Stadtstruktur zusammengeführt, mit Hilfe von Machine Learning ausgewertet und in einem statistischen Modell zusammengefasst.

Das Ergebnis ist eine Vorhersage für vier Tage im Voraus zur Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaubpartikeln (PM10 und PM2,5).

Finanziert wurde die Entwicklung des Modells zu 85 Prozent durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen des Förderprojekts zum erweiterten umweltsensitiven Verkehrsmanagement (eUVM) aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft” des Bundes.

Über das Projekt eUVM

Das Projekt „Aufbau und Betrieb eines erweiterten umweltsensitiven Verkehrsmanagementsystems in Berlin“ starterte im Dezember 2020 und läuft noch bis Ende dieses Jahres. Ziele sind eine geringere Luftschadstoffbelastung in den hochbelasteten Straßen und städtischen Teilräumen, langfristig weniger Verkehr und eine umweltverträglichere Mobilität. Dazu wurden – zusätzlich zu den beschriebenen Luftschadstoffpropognosen – Stauschwerpunkte untersucht, erstmals alle öffentlichen Parkplätze in Berlin erfasst und die Auswirkung neuer Parkraumbewirtschaftungsgebiete analysiert. Zudem wird der Radverkehr gestärkt:

  • mit „Grüne-Welle-Assistenten“ für Radfahrer und
  • dem Aufbau von 20 neuen Fahrradreparaturstationen.

Zum Ende des Projektes sollen Effizienz und Akzeptanz der Maßnahmen bewertet werden. Weitere Informationen zum eUVM-Projekt und den bisherigen Ergebnissen finden Sie auf der Website der Berliner Senatsverwaltung.

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