Wissensmanagement und neue Offenheit

Das Wissen der Verwaltung steuern

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Fortbildung wird zum zentralen Baustein

Schließlich dürfen auch die älteren Mitarbeiter nicht übersehen werden, die über Jahrzehnte durch bürokratische Strukturen sozialisiert wurden. Sie müssen sich darauf einstellen, dass es einen informationstechnisch induzierten Wandel in der Öffentlichen Verwaltung geben wird, der den Digital Natives mehr Gewicht verleiht, als es traditioneller Weise zu erwarten wäre. Dieser sich abzeichnende Generationskonflikt kann durch die Vermittlung der vielfältigen eigenen Erfahrungen der Älteren mit Verständnis und Toleranz auf beiden Seiten produktiv genutzt werden.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Fortbildung in der Öffentlichen Verwaltung diese sozialen Kompetenzen stärker vermitteln muss. Dies klingt auch in der Fortbildungsvereinbarung zwischen den Spitzengewerkschaften des Öffentlichen Dienstes dbb, DGB und dem Bundesinnenministerium von 2007 an: „Die wichtigste Ressource des Öffentlichen Dienstes ist sein Personal. Eine zukunftsorientierte Verwaltung ist nur zu erreichen, wenn die Beschäftigten ihre Ideen und Erfahrungen einbringen und Veränderungsprozesse im Rahmen einer kooperativen Führung mitgestalten können.“

Ein hierarchisch orientierter Führungsstil gepaart mit sorgfältig gehütetem Herrschaftswissen ist nicht nur unzeitgemäß, sondern kann schnell zum Hindernis einer an modernen technischen Möglichkeiten orientierten Verwaltung werden. Gefragt ist die kooperative Zusammenarbeit und Vernetzung über enge Zuständigkeitsvorstellungen hinweg. Hierarchische Verfahrensweisen behindern hier nur eine effiziente Organisation.

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