Bayerns Digitalerfolg „Das Leben in Bayern ist viel zu schön, um Zeit in Ämtern abzusitzen“

Aktualisiert am 04.09.2025 Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Bayern nimmt in Deutschland eine Spitzenrolle bei der Verwaltungsdigitalisierung ein – mit Augsburg bundesweit auf Platz 1. Bayerns Erfolg? Zentrale Angebote wie die BayernPackages und moderne Technologien wie KI machen Verwaltungsprozesse einfacher, schneller und bürgernäher.

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) hat seinen Sitz in München. (Bild: ©  FleischiPixel – stock.adobe.com)
Das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) hat seinen Sitz in München.
(Bild: © FleischiPixel – stock.adobe.com)

In Europa sind die nordischen Staaten schon längst Vorreiter im Digitalisierungsprozess. Doch auch Deutschland schlägt sich wacker: Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring sieht besonders Bayern in der Vorreiterrolle. Die bundesweite Spitzenposition konnten sie schließlich in den 34 vordersten Plätzen im Bundesranking erreichen – das zeigt das Dashboard Digitale Verwaltung des Bundes. Darunter belegte Augsburg den Bestplatz.

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hielt folgende digital verfügbare Verwaltungsleistungen fest:

  • Augsburg: 1.890
  • Fürth: 1.887
  • Ingolstadt: 1.874
  • Erlangen: 1.866
  • Bayreuth: 1.858

Mehring freute es besonders, dass Bayern in der Fläche so stark abschneidet. Dabei betonte er: „Das ist das Ergebnis harter Arbeit, enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und einer klaren politischen Priorität auf Verwaltungsdigitalisierung.“

Bayerns Ziel ist folgendes: „Wir wollen den Menschen in Bayern den Alltag erleichtern, ob bei der Kfz-Zulassung, der Wohnsitzänderung oder dem Elterngeldantrag“, ergänzte er. Denn digitale Verwaltung bedeute viel mehr: Zeit für die Familie, für Beruf und Ehrenamt – und weniger Zeit in der Behörde. „Das Leben in Bayern ist nämlich viel zu schön, um seine Zeit auf Ämtern abzusitzen.“

Bayerns Erfolg

Alle Wege Bayerns führen zur Verwaltungsdigitalisierung – oder zumindest über die zentralen Säulen wie Technologie, Menschen-Zentrierung und Once-Only. Zentrale Angebote sparen Zeit, Geld, Arbeit und sorgen für durchgängige Verfahren. Mit den sogenannten „BayernPackages“ konnten über 200 digitale Verwaltungsleistungen von Städten, Landkreisen und Kommunen zentral und unbürokratisch genutzt werden. Diese werden gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen finanziert. Die Dienste werden demnach landesweit zur Verfügung gestellt, sodass „nicht jede Kommune eigene Lösungen teuer einkaufen muss“, sagte Mehring.

In Zukunft sollen auch moderne Technologien wie KI helfen, dass Verwaltungsprozesse intelligenter, schneller und bürgerfreundlicher werden. Den Weg dorthin will das Bundesland über ein sogenanntes Push-Government beschreiten, denn ein digitaler Staat, der nicht nur reagiert, sondern agiert, sei die Devise. Und dies kommt beispielsweise dem finnischen Beispiel sehr nahe: Bürgerinnen und Bürger sollen bei wichtigen Lebensereignissen wie Geburt oder Umzug automatisch relevante Informationen erhalten, ohne selbst Anträge stellen zu müssen. So soll Verwaltung modern, effizient und leichter gestaltet werden – indem der Kontakt mit dem Staat spürbar einfacher wird.

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