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Entsprechend dieser gemeinsamen Einschätzung legen alle ausgezeichneten Apps großen Wert auf die Nutzerorientierung. So beschreibt Dominik Grobien, Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium der Finanzen, die Zielsetzung der Zoll-App, Gewinner in der Kategorie „Bund“ so: „Unser Ziel war es, eine App für Reisende zu entwickeln, mit der sie mobil und einfach ermitteln können, was sie aus dem Ausland mitbringen dürfen und von was sie lieber die Finger lassen sollten – das ist uns gelungen. Die Auszeichnung im Bereich Bund hat uns sehr gefreut und bestärkt uns, die Anwendung weiter auszubauen. Eins kann man ja schon verraten: Eine neue Version wird viele neue nützliche Tools bieten.“
Dirk Stocksmeier, Vorstandsvorsitzender der ]init[ AG für digitale Kommunikation, die die App entwickelt hat, ergänzt: „Die hohen Downloadzahlen von ,Zoll und Reise‘ beweisen, dass mobile Informationsangebote der Öffentlichen Verwaltung dann erfolgreich sind, wenn sie dem Bürger einen konkreten Nutzen in Alltagssituationen bringen. Der interaktive Freimengenrechner der App bietet einen solchen Service. Er gibt Urlaubsrückkehrern Auskunft darüber, welche Waren sie in welchem Wert zollfrei mitbringen dürfen.“
Die Macher der BORISApp beschreiben den Nutzwert ihrer App so: „Mit der in Deutschland bisher einmaligen App können aktuelle Informationen zum Grundstücksmarkt direkt auf dem Smartphone beziehungsweise auf mobilen Endgerät abgerufen werden.“
Schon als reine Web-Anwendung war BORIS ausgesprochen erfolgreich. Konnte der Dienst doch über eine Million Zugriffe im Monat verzeichnen. Damit ist das Angebot eines der erfolgreichsten eGovernment-Projekte des Landes Nordrhein-Westfalen. Da war es nur logisch, nun auch die Bodenrichtwerte über eine App zur Verfügung zu stellen.
Und die Macher der App „Lehrstellenradar“ beschreiben den Nutzen ihrer Lösung so: „Für Jugendliche bietet die App einfache Möglichkeiten zum Auffinden der passenden Lehrstelle und weitere Informationen zur Vorbereitung auf das Berufsleben. Und für Betriebe bietet die App eine moderne, direkte Art um die jugendliche Zielgruppe zu erreichen.“ Zielsetzung ist die Nachwuchsförderung für das deutsche Handwerk.
Erstmals wird durch die App der zusammengeführte Datenbestand der Handwerkskammern über Bundeslandgrenzen hinweg unter einer einheitlichen Oberfläche bereitgestellt.
Und die Entwickler von iUPB, die für ihre Universitäts-App einen Sonderpreis erhielten, merken an: „Mit iUPB finden Studenten und Mitarbeiter der Uni Paderborn alle wichtigen Infos, die sie täglich benötigen, in einer App. Schnell zugänglich, von allen Endgeräten aus. iUPB ist intuitiv und schnell zu bedienen. Wir haben im Gespräch mit unseren Usern im Laufe der Zeit auch weitere Funktionen hinzugefügt, um die Bedürfnisse der Paderborner noch besser zu befriedigen.“
Einbindung in bestehende eGovernment-Projekte
Doch entscheidet die Nutzerorientierung einer App langfristig nicht allein über den Erfolg. Auf lange Sicht ebenso wichtig ist – nicht zuletzt unter finanziellen Gesichtspunkten – die Einbindung in bereits bestehende eGovernment-Angebote. Neben Ralf Armbruster, der seine Ansichten dazu im unten stehenden Interview erläutert, beschreibt auch Hannes Rehfeldt diesen Zusammenhang. „Apps können die notwendige Kommunikation zwischen der Öffentlichen Verwaltung und Bürgern sowie Wirtschaft unterstützen und ergänzen. Sie können relevante Informationen jederzeit verfügbar machen und zur Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen beitragen. Beispielsweise durch – an geeigneter Stelle – automatisierte Antragsverfahren kann auch die Öffentliche Verwaltung Ressourcen zielgerichteter und effizienter einsetzen.“
Eindrucksvoll demonstrieren das nicht nur die Macher von BORIS aus NRW, deren Anwendung von Beginn an nicht nur in die eGovernment-Strategie des Landes eingebunden war, sondern auch in das Landesportal. Auch die Stuttgart App ist integraler Teil eines übergreifenden Gesamtkonzeptes.
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