Pilotierung der eVerwaltungsakte in der JVA Heilbronn Baden-Württemberg: Digitalisierung im Justizvollzug

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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Baden-Württemberg setzt die Digitalisierungsstrategie im Justizvollzug um: Den Auftakt bildet die Pilotierung der eVerwaltungsakte in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn.

Lilly Großhans, zweite stellvertretende Leiterin der JVA Heilbronn; Elmar Steinbacher, Amtschef im Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg; Andreas Vesenmaier, Leiter der JVA Heilbronn, und Miriam Glomb, stellvertretende Anstaltsleiterin der JVA Offenburg  (v. l. n. r. ).(© baden-wuerttemberg.de)
Lilly Großhans, zweite stellvertretende Leiterin der JVA Heilbronn; Elmar Steinbacher, Amtschef im Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg; Andreas Vesenmaier, Leiter der JVA Heilbronn, und Miriam Glomb, stellvertretende Anstaltsleiterin der JVA Offenburg (v. l. n. r. ).
(© baden-wuerttemberg.de)

Schluss mit Papierakten und Laufmappen: Die baden-württembergischen Gerichte außerhalb des Strafbereichs haben schon Ende 2023 auf die elektronische Gerichtsakte umgestellt, nun will das Land auch im Justizvollzug die elektronische Verwaltungsakte (eVerwaltungsakte) einführen. In dieser digitalen Akte sind dann künftig alle relevanten Dokumente zentral eingebunden und standortübergreifend verfügbar, sie soll eine strukturierte Ablage mit entsprechenden Suchfunktionen bieten – und so insgesamt die Arbeit vereinfachen und beschleunigen. Pilotiert wird die eVerwaltungsakte in den Justizvollzugsanstalten Heilbronn und Offenburg, anschließend ist der Rollout bis Ende des Jahres in allen 22 Justizvollzugseinrichtungen des Landes geplant.

Die Pilotierung ist gleichzeitig Teil eines größeren Plans: der erste Schritt in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie für den Justizvollzug. „Mit der Einführung der eVerwaltungsakte geben wir den Startschuss für eine der bedeutendsten Modernisierungsinitiativen im Justizvollzug Baden-Württembergs“, erklärte Elmar Steinbacher, Ministerialdirektor des Ministeriums der Justiz und für Migration Baden-Württemberg.

Zu den weiteren Maßnahmen dieser Strategie gehören:

  • die elektronische Gefangenenpersonalakte, mit der die Dokumentation und Kommunikation auch über verschiedene Justizvollzugsanstalten optimiert werden soll;
  • der Einsatz KI-basierter Assistenzsysteme für Routineaufgaben – zunächst die Entwicklung und Erprobung einer KI-Anwendung zur Aktendurchdringung – sowie
  • das Haftraum-Mediensystem, das Gefangenen Zugang zu digitalen Medien geben und sie so besser auf ein eigenständiges Leben vorbereiten soll.
  • Zudem sollen bestehende digitale Lösungen wie Videodolmetschen, Telemedizin und digitale Lernplattformen weiter ausgebaut werden.

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