Baden-Württemberg E-Akte für Polizei und LKA landesweit eingeführt

Von Stephan Augsten 1 min Lesedauer

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Baden-Württemberg hat die elektronische Akte flächendeckend bei sämtlichen Polizeipräsidien und dem Landeskriminalamt eingeführt. Damit erfolgt die Aktenführung bei Ermittlungsverfahren fürderhin vollständig digital.

Papierlochung und badische Aktenheftung gehören mit dem Rollout der E-Akte für Baden-württembergs Polizeipräsidien der Vergangenheit an.(Bild: ©  Polizei Baden-Württemberg)
Papierlochung und badische Aktenheftung gehören mit dem Rollout der E-Akte für Baden-württembergs Polizeipräsidien der Vergangenheit an.
(Bild: © Polizei Baden-Württemberg)

Die Polizei Baden-Württemberg hat den landesweiten Rollout der elektronischen Akte planmäßig zum Jahresende 2025 abgeschlossen. Als letzte Dienststelle soll die Hochschule für Polizei Ende Januar 2026 an das System angebunden werden. Nach dreijähriger Projektlaufzeit wurden bereits 350.000 Ermittlungsakten digital an die Staatsanwaltschaften übermittelt – trotz technischer Herausforderungen während der Implementierung.

Die Ermittlungsverfahren laufen damit künftig vollständig digital ab – von der Erstellung über die Führung bis zur Übermittlung an die Justiz. Das medienbruchfreie Arbeiten ersetzt die bisherige papierbasierte Aktenführung mit ihren spezifischen regionalen Eigenarten wie der badischen Aktenheftung. Innenminister Thomas Strobl ist sich dabei bewusst, dass die digitale Transformation ein kontinuierlicher Prozess ist: „Die Digitalisierung ist freilich kein Projekt mit Enddatum. Wir bleiben im engen Austausch mit der Praxis und entwickeln so auch die E-Akte kontinuierlich weiter.“ Er betonte zudem, dass klare Standards sowie eine enge Abstimmung zwischen Polizei und Justiz zentrale Erfolgsfaktoren gewesen seien.

Wie bei einem solchen IT-Großprojekt zu erwarten, verlief die Implementierung nicht ohne Schwierigkeiten. Während des dreijährigen Rollouts traten laut Pressemitteilung punktuelle Problemstellungen und technische Herausforderungen auf. Die beteiligten Dienststellen identifizierten diese Hindernisse gemeinsam, um sie bei der Weiterentwicklung der E-Akte besser berücksichtigen zu können.

Mit dem Abschluss des flächendeckenden Rollouts sieht sich Baden-Württemberg bundesweit als Vorreiter bei der Digitalisierung polizeilicher Ermittlungsverfahren. Die durchgängig elektronische Verfahrensbearbeitung soll dabei Kapazitäten für die eigentliche Einsatz- und Ermittlungsarbeit freischaufeln, da zeitintensive manuelle Prozesse wie das Lochen und Heften von Papierakten entfallen. Gleichzeitig reduzieren sich Transportwege zwischen Polizei und Justiz, was die Verfahrensdauer verkürzt.

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