KI-Strategien der öffentlichen Verwaltungen

Wieso es nicht ohne KI-Governance geht

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Die Säulen: 6 operative KI-Handlungsfelder

Um eine innovative Implementierung KI-basierter Systeme zu ermöglichen, sind in 6 operativen Handlungsfeldern gezielte Maßnahmen notwendig:

  • Datenmanagement: Schaffung der Grundlagen für die Nutzung von Daten, Etablierung einer Datenkultur (…),
  • IT-Integration: Integration von KI-basierten Systeme in das IT-System der Organisation, Nutzung als Digitalisierungsbeschleuniger (…),
  • Changemanagement: Erhöhung der Akzeptanz, Einbindung aller Mitarbeiter, Stärkung der Innovationskultur, Diskussion und Klärung ethischer Bedenken (…)
  • Wissensmanagement: Etablierung von Weiterbildungsmaßnahmen, Förderung einer lernenden Organisation (…),
  • Netzwerk: Einerseits die ressort- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit, andererseits der externe Austausch und die Projekte mit Forschung und Industrie.
  • Nachhaltigkeit: Integration in die Gesamtnachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

Die von den Autoren empfohlene KI-Governance beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der aus mehreren Bausteinen besteht.(©  Eviden)
Die von den Autoren empfohlene KI-Governance beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der aus mehreren Bausteinen besteht.
(© Eviden)

Das Dach: Innovative Fähigkeitsentwicklung im Einklang mit den Organisationszielen

Die KI-Handlungsfelder tragen zur KI-gestützten Fähigkeitsentwicklung der Verwaltungsorganisation bei. Diese bildet das Ergebnis der Implementierung von KI-basierten Systemen in einer Organisation ab. Fähigkeitsentwicklung bedeutet die Optimierung oder Neugestaltung von Projekten und Prozessen zur operativen Umsetzung der Organisationsziele. So können die Organisationsziele im Bereich Data Governance erreicht werden, weil das Potenzial der Organisationsdaten ganz im Sinne eines Data Driven Governments voll ausgeschöpft wurde. Ferner können Fähigkeitsentwicklungen wie KI-gestützte Robot Process Automation die Organisationsziele im Finanz- und Personalmanagement wirkungsvoll fördern.

Der vorgeschlagene Ansatz für eine KI-Governance wird deshalb in der Organisation mittels neuer/angepasster Rollen, Gremien und Prozesse verankert. Hierfür haben wir ein operatives und unbürokratisches Konzept als Produkt entwickelt: Organisationsänderungen werden so viel wie nötig, so wenig wie möglich und ohne Doppelungen umgesetzt. Zentral sind vor allem das Steuerungsboard, das Ethik-Komitee sowie das Multiplikator:innen-Netzwerk im Rahmen des Changemanagements. Die Sicherung und Förderung der Innovationskultur und Handlungsfreiheit genießen dabei die höchste Priorität und liegen in die Verantwortung der strategischen Führung. KI-Governance stellt Innovation im Rahmen der Fähigkeitsentwicklungen sicher, indem Wünschbarkeit, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit aufeinander abgestimmt werden.

Die Autoren

Dr. Julia Knifka ist Managerin bei der Eviden GmbH im Industry Consulting Public Sector & Defense. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der strategischen Innovationsberatung zu Themen der Digitalen Transformation & KI, inkl. agile Organsationsentwicklung. Als promovierte Technikphilosophin (KIT) bringt Sie wissenschaftliche Expertise in der Bewertung von Mensch-Maschine-Interaktion, Digitaler Ethik und Künstlicher Intelligenz mit.

Théodore Cussac ist Industry Consultant bei der Eviden GmbH im Defence-Bereich für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Als Change-Management Practitioner begleitet er seit vier Jahren die Bundeswehr in Ihrer digitalen Transformation, insbesondere bei der Operationalisierung von Künstlicher Intelligenz.

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