Nutzerfreundlichkeit entscheidet

Wie Crowdtesting digitale Behördendienste verbessert

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Crowdtesting eignet sich nicht nur für Usability-Tests, sondern ist auch ein äußerst effektives Werkzeug für funktionale Tests. Im Gegensatz zu Tests in einer Laborumgebung, die oft eine künstliche Atmosphäre schaffen, ermöglicht Crowdtesting das Prüfen von Anwendungen unter realen Bedingungen. Die Tests werden von echten Nutzern auf ihren persönlichen Geräten – ob Smartphones, Tablets oder Desktop-PCs – durchgeführt, mit all den Besonderheiten, die deren Hardware, Betriebssystem-Versionen und Netzwerke mit sich bringen. So können Fehler aufgedeckt werden, die in einem standardisierten Testlabor nicht auftreten. Da die Tester von unterschiedlichen Orten aus und in realen Situationen (z. B. unterwegs mit langsamer mobiler Verbindung) agieren, wird die Anwendung in einer Vielzahl von Szenarien auf Herz und Nieren geprüft, was die Robustheit und Zuverlässigkeit des Dienstes erheblich steigert.

Integration in Digitalisierungsprojekte und der Inklusionsansatz

In vielen Digitalisierungsprojekten im öffentlichen Sektor erfolgt die Einführung neuer Services in mehreren Phasen. Hier hat es sich bewährt, das Crowdtesting bereits in der Pilotphase zu integrieren. Diese frühe Einbindung ermöglicht es, das Feedback realer Nutzer frühzeitig zu berücksichtigen und das Produkt iterativ zu verbessern, bevor es breit ausgerollt wird. Aber auch in späteren Phasen der Produktentwicklung und im Live-Betrieb ist Crowdtesting sinnvoll, um zu prüfen, ob sich das Nutzererlebnis von bestehenden Produkten in einem schnelllebigen Markt verändert hat.

Gerade im Bereich der öffentlichen Dienste, die für alle Bürger zugänglich sein müssen, spielt die Barrierefreiheit eine entscheidende Rolle. Crowdtesting bietet hier einen einzigartigen Mehrwert, indem es gezielt erfahrene Tester im Bereich assistierende Technologien einbezieht. Die frühzeitige Behebung dieser Mängel stellte die rechtliche Konformität und eine breite Inklusion sicher.

Wo Crowdtesting bereits genutzt wird

Eine Bundesbehörde demonstriert, wie Crowdtesting erfolgreich in die langfristige Strategie zur digitalen Transformation integriert werden kann. Seit mehreren Jahren setzt die Behörde auf diese Testart, um die Usability ihrer digitalen Services kontinuierlich zu verbessern.

Durch den Einsatz verschiedener Testmethoden konnten wiederholt Schwächen in der Benutzeroberflächen aufgedeckt werden. Die Vielfalt der Tester ermöglichte es, tiefe Einblicke in das Verhalten und die Erwartungen der heterogenen Zielgruppe zu gewinnen – von technisch versierten Nutzern bis hin zu Personen mit geringerer Digitalkompetenz. Diese kontinuierlichen Rückmeldungen aus der Crowd haben es der Behörde ermöglicht, ihre digitalen Angebote gezielt und nutzerorientiert zu optimieren, wodurch die Akzeptanz und Effizienz der Online-Dienste nachhaltig gesteigert wurden.

Nutzerzentrierte digitale Transformation für Behörden

Die Digitalisierung von Behördenservices hat enormes Potenzial – doch nur, wenn sie richtig umgesetzt wird. Behörden müssen nicht nur digitalisieren, sondern die Funktionalität im Alltag sicherstellen und die User Experience für die Bürgerinnen und Bürger aktiv verbessern.

Crowdtesting ist mehr als nur ein Bug-Finding-Tool. Es ist eine strategische Methode, um die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung nutzerzentriert zu gestalten und die Akzeptanz neuer Angebote nachhaltig zu steigern. Durch die Einbindung echter Nutzer wird nicht nur die technische Qualität, sondern auch die Usability und Barrierefreiheit auf den Prüfstand gestellt. Für den Public Sector stellt Crowdtesting eine skalierbare und effiziente Lösung dar, um die Erwartungen der Bürger an eine moderne, digitale Verwaltung zu erfüllen.

Claudia Figura
ist Senior IT Consultant bei msg. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich Crowdtesting berät sie öffentliche und private Organisationen bei der Umsetzung nutzerzentrierter Teststrategien.

Bildquelle: msg

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