Sicherheit fürs Home Office

Wenn die Amtsstube nach Hause geht

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Sicherer Zugriff vom Home Office

Im Gegensatz zur gängigen Meinung, IPSec VPNs und ihre Administration seien grundsätzlich kompliziert, gibt es durchaus Lösungen wie zum Beispiel HOBLink VPN, die einfach zentral zu implementieren und auch zu verwalten sind. Dafür wurde die „Silent-Client-Installation“ verwendet: Im Rahmen eines organisationsweiten Rollouts erstellt die zentrale Administration eine Client-CD, die nach dem Start alle festgelegten Features, Regelwerke und Add-Ons automatisch installiert. Der Anwender muss nur seinen Usernamen und Password eingeben, um die Client-Software auf seinem Rechner zu installieren. Anschließend kann er sich an seinem Unternehmensnetz anmelden und je nach Berechtigungskonzept direkt auf seine Anwendungen und Daten zugreifen. Gerade hier liegt aber für die IT-Administration auch eine Herausforderung: Auf den Remote-Computern müssen die User Administrationsrechte besitzen, das heißt, die Installation von Software muss erlaubt sein.

Allerdings werden mit IPSec Daten-Pakete versandt, die nicht in jeder Infrastruktur ihr Ziel erreichen. Denn preisgünstige Komponenten unterstützen das IPSec-Protokoll oft nicht.

Multifunktionale End-to-End-Verbindung via SSL

Die zweite gängige und nach Meinung der IT-Experten zunehmend verbreitete Variante für den sicheren Remote Access ist das Protokoll SSL. Die SSL-Lösung (Secure Sockets Layer) ermöglicht eine Verbindung auf Applikationsebene, die in jeder Umgebung funktioniert und nur in ganz wenigen Fällen geblockt wird.

Der große Vorteil ist, dass der Remote-Rechner keinerlei besondere Installationen, Treiber oder Administratorrechte benötigt. Erforderlich sind lediglich ein Browser sowie Java. Zudem wird bei vielen Anbietern ein Client passend zur Anwendung benötigt – etwa ein RDP-Client für den Zugriff auf Office-Produkte.

Die von HOB entwickelte RD VPN-Lösung enthält neben dem SSL auch leistungsfähige Java-Clients, die nicht lokal installiert sind. Beim ersten Zugriff lädt der Browser ein Java-Applet und startet die Applikation. Das Applet bleibt im Cache und bei jedem Start wird die Version geprüft. Auch bei SSL ist bei Bedarf ein voller Netzwerkzugriff möglich, der über den PPP-Tunnel realisiert wird.

Ist zum Beispiel das vom Bundesamt für Informationstechnik (BSI) nach international anerkannten Common Criteria zertifizierte Produkt HOB RD VPN im Einsatz, müssen auf dem Rechner lediglich ein Browser und Java vorhanden sein. Diese bekannte Software kann jeder normale Benutzer einfach bedienen, ohne selbst etwas installieren zu müssen.

Damit kann der User – soweit es das Berechtigungsmodell zulässt – von fremden Rechnern aus unkompliziert auf seine Daten und seinen Desktop zugreifen.

Um die hohen Sicherheitsanforderungen des öffentlich-rechtlichen Umfeldes zu erfüllen, ist sowohl für das IPSec-VPN als auch für die SSL-Variante in jedem Fall ein Berechtigungskonzept mit entsprechenden Authentifizierungslösungen erforderlich.

Hier stehen drei Verfahren zur Verfügung: User-ID/Passwort, Smartcards, Token – Einmalpasswort und Client-SSL-Zertifikat. Die beiden Letzteren erfüllen höchste Sicherheitsanforderungen und gelten als gesetzt. Über eine zentrale Benutzerverwaltung kann der Administrator sämtliche Konfigurationsdaten verwalten.

So unterstützt beispielsweise HOB Enterprise Access LDAP oder greift über diese Schnittstelle auf Verzeichnisdienste wie Microsoft Active Directory zu.

Fazit

Für eine Vielzahl von Behörden, deren Mitarbeiter von Home Offices oder bürgernahen kleineren Verwaltungsaußenstellen arbeiten oder auch für die Anbindung von Kleinststandorten wie Bürgerbüros, die über kommunale Netze auf ihre Daten wie etwa das letzte Gemeinderatsprotokoll und Anwendungen zugreifen möchten, ist das SSL eine sichere und doch kostengünstige Lösung.

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