Sicherheit fürs Home Office

Wenn die Amtsstube nach Hause geht

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Welcher Zugang ist der Beste?

Die technischen Voraussetzungen für den Remote Zugriff stellen heute keine Hürde mehr dar: Ein preiswerter Desktop sowie preiswerte DSL-Anschlüsse mit Flatrates sind heute fast eine Selbstverständlichkeit, für unterwegs gibt es flexibel einsetzbare Notebooks oder PDAs. In besonderen Notfällen gibt es für den Support von unterwegs aus immer noch ein Internet-Café, um zum Beispiel eMails einzusehen.

Die beiden Zugangswege über den eigenen PC oder das Internet-Café sind allerdings nicht völlig synonym zu sehen: Während auf der eigenen Hardware auch Client-Software installiert werden kann, ist dies auf fremdem Rechnern in der Regel nicht möglich. Insofern ist bei der Auswahl der technischen Variante der Remote-Anschlüsse durchaus strategisch vorzugehen und die einzelnen Vor- und Nachteile sind genau abzuwägen.

Im Zentrum dieser Überlegungen müssen speziell im Behördenumfeld, in dem der Umgang mit personenbezogenen Daten einen Schwerpunkt bildet, die Aspekte Datenschutz und –sicherheit im Vordergrund stehen. Auch Praktikabilität und Administrierbarkeit sowie Kosten sind natürlich zu berücksichtigen. Denn das weltweite Internet bringt nicht nur Vorteile, sondern auch das Problem der mangelhaften Sicherheit bezüglich der Authentifizierung der Kommunikationspartner sowie der Integrität und Vertraulichkeit der Daten. Um diese zu gewährleisten, muss der Anwender selbst geeignete Maßnahmen ergreifen.

Als neuere Lösungen haben sich hier zwei prinzipiell sichere Wege bewährt, die sich im Wesentlichen durch den Verschlüsselungsstandard unterscheiden: IPSec- und SSL-basierende Zugänge. Wofür sollte man sich nun entscheiden?

Voller Netzwerkzugriff über IPSec VPN

Ein allgemein anerkannter Weg ist die im Jahr 1998 standardisierte VPN-Technologie mit den Protokollfamilien IPsec und IKE/ISAKMP. Der Name VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) gibt schon einen Hinweis darauf, dass der Anwender mithilfe dieser Technik auch im Internet quasi eine eigene, private Netzwerkstruktur aufbauen kann, die seine Sicherheitsanforderungen erfüllt. IPSec ist auf der Netzwerkebene (Layer 3) angesiedelt. Es stellt somit eine Infrastruktur für alle IP-Protokolle zur Verfügung und ist transparent für alle darauf aufsetzenden Transportprotokolle und Anwendungsprogramme, unter anderem auch Voice over IP.

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