Durch das KI-Portal des ITZBund, kurz KIPITZ, steht für die Bundesverwaltung in Deutschland eine souveräne, modulare KI-Plattform bereit. Bei einer flexiblen, zukunftssicheren und nachhaltigen Digitalisierung soll das KI-Portal den Bundesbehörden viele Vorteile bieten.
KIPITZ, das KI-Portal des ITZBund, soll den Zugang zu KI-Technologien für Behördenmitarbeiter demokratisieren und vereinfachen.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)
KIPITZ, das „KI-Portal des ITZBund“ soll als Plattform die gemeinsame Nutzung von KI-Anwendungen in der deutschen Bundesverwaltung erleichtern. Hierfür wird das Portal standardisiert und modularisiert bereitgestellt. Das Informationstechnikzentrum Bund bietet mit der Plattform im Rahmen der Digitalisierung die technologische Grundlage für die Souveränität der Verwaltung und hilfreiche Innovationen.
Bei Entwicklungen für das KI-Portal des ITZBund sind Open-Source-Komponenten ein wichtiger Bestandteil des Erfolgsrezepts. Darüber hinaus bilden mehrere wechselnde KI-Sprachmodelle die Basis der KIPITZ-Plattform. Mit dieser Architektur des KI-Portals erhält die Bundesverwaltung die Chance, von einer rasanten Weiterentwicklung der Modelle zu profitieren. Durch die Entwicklungen erleichtert das KIPITZ die Aufgaben in der Verwaltung nachhaltig. Denn generative KI kann als Ergänzung im Alltag der Behörden variantenreiche Abläufe beschleunigen und vereinfachen.
Zugänglichkeit für alle Bundesbehörden
KIPITZ richtet sich mit umfassenden Softwarelösungen nicht nur an einen Teil der Bundesbehörden. Denn das Informationstechnikzentrum Bund stellt das Portal ausnahmslos für alle Beschäftigten in der deutschen Bundesverwaltung bereit. Für jeden Endanwender aus der Verwaltung soll das KI-Portal unkompliziert zugänglich sein. Daher wird bei der Entwicklung darauf geachtet, dass Beamte auch ohne IT-Fachkenntnisse den Umgang mit der Plattform erlernen können.
Mit modular aufgebauten und erweiterbaren Komponenten bietet das KI-Portal folgende Möglichkeiten:
flexible Anbindung der KI-Sprachmodelle von verschiedenen Dienstleistern
kosteneffiziente Entwicklung der Apps und Plugs mit externer Cloud
Integration von KI-Erweiterungen in bestehende Arbeitsprozesse der Bundesverwaltung
souveräner Betrieb der angebundenen Sprachmodelle über das Rechenzentrum
vielfältige Anwendungsmöglichkeiten als Basisdienst im Portal
maximale Datensicherheit durch sichere Trennung des Rechenzentrums vom Internet
Flexibilität ohne Bindung an Hersteller
Mit dem Grundkonzept für das KI-Portal des ITZBund ist der Verzicht auf die Bindung an einzelne Hersteller von KI-Sprachmodellen unmissverständlich vorgegeben. Es bleibt somit prinzipiell möglich, das KIPITZ mit neuen Modellen eines beliebigen Anbieters zu ergänzen. Dadurch profitiert die Bundesverwaltung davon, dass die Plattform sich unabhängig vom Hersteller flexibel an Neuheiten sowie Innovationen anpassen kann. Frei nutzbare KI-Sprachmodelle lassen sich schnell in das KI-Portal integrieren, während hierfür kein Vergabeprozess notwendig ist. Zugleich bleibt es für das Informationstechnikzentrum Bund eine Option, eigene Modelle zu entwickeln und das KIPITZ damit zu erweitern. Hierdurch stärken Bundesbehörden die Flexibilität ebenso wie die Souveränität.
Durch die Einbeziehung von verschiedenen KI-Sprachmodellen bietet das KI-Portal des ITZBund die Chance, den Anforderungen in sehr unterschiedlichen Aufgabenfeldern der Bundesbehörden gerecht zu werden. Ohne die Beschränkung auf einzelne Modelle besteht die Möglichkeit, die anwendungsspezifische Eignung beim Einsatz der Plattform in den Mittelpunkt zu stellen. Die technologische Unabhängigkeit erhöht deshalb die Chancen darauf, mit dem KIPITZ in der Praxis möglichst gute Ergebnisse zu erzielen.
Weil das KI-Portal des ITZBund bei der Erweiterung durch keine Festlegung auf einzelne Modelle, bestimmte Apps oder begrenztes Wissen eingeschränkt ist, wird auch die Zukunftssicherheit gestärkt. Sobald mit innovativen KI-Basismodellen entscheidende Fortschritte gelingen, ist eine flexible Anbindung immer vorstellbar. Gleichzeitig besteht ununterbrochen die Chance, Wissensdatenbanken im KIPITZ zu integrieren und das gesammelte Wissen zukunftssicher zu erweitern.
Das KI-Portal des ITZBund bietet der Bundesverwaltung in Deutschland bei der Senkung der Kosten ein enormes Potenzial. Behörden erhalten mit der Plattform beispielsweise die Gelegenheit, GPU-Ressourcen durch einen zentralen Betrieb für Sprachmodelle zu teilen. Weil derartige Ressourcen bei einem separaten Einsatz mit komplexen Anforderungen und dementsprechend hohen Betriebskosten verbunden sind, ermöglicht dieser Vorteil erhebliche Einsparungen. Während auch der Energieverbrauch sinkt, leistet das KIPITZ nebenbei einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Konformität mit Regularien
Durch eine Integration der Compliance kann das KI-Portal des ITZBund auch die rechtliche Sicherheit in der Bundesverwaltung stärken. In diesem Zusammenhang bildet ein bereitgestelltes Rahmenwerk für die KI-Governance eine wichtige Grundlage. Damit gelingt es den Bundesbehörden beim KIPITZ-Einsatz, im Hinblick auf die Konformität mit unterschiedlichen Regularien mehrere Unsicherheiten auszuräumen. Dieser Vorteil ist für die Einhaltung von nationalen und europäischen Vorgaben jeweils äußerst wichtig.
Stand: 08.12.2025
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Mit der Vernetzung der Bundesbehörden in Deutschland vermeidet das KI-Portal des ITZBund für die Beteiligten einen redundanten Aufwand. Hierfür ist der Einsatz der Plattform auch mit dem Beratungszentrum für Künstliche Intelligenz im deutschen Bundesministerium des Innern abgestimmt. Durch das zentrale KIPITZ-Angebot müssen sich einzelne Behörden im Bund nicht mehr mit der Entwicklung einer eigenen KI-Plattform beschäftigen. Die Einführung der portierbaren und skalierbaren Container-Technologie des KI-Portals gelingt mit geringerem Aufwand. Neben Ressourcen wird damit zugleich viel Zeit eingespart.