Definition Was ist der Stufenplan „Smarte Städte und Regionen“?

Von Nicole 2 min Lesedauer

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„Smart“ bedeutet „intelligent“ oder „clever“ und bezeichnet für Städte und Regionen ein modernes Digitalisierungskonzept. Dieses umfasst neben der Digitalisierung die Vernetzung und Steuerung essenzieller Bereiche des Lebens.

Stufenplan für Smarte Städte und Regionen: effiziente Digitalisierung und Vernetzung.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Stufenplan für Smarte Städte und Regionen: effiziente Digitalisierung und Vernetzung.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

„Smarte Städte und Regionen“ ist eine übergreifende Idee. Eine einheitliche und allgemeingültige Definition existiert bislang nicht. Dennoch entstand aus dieser Idee ein Konzept, im Juni 2024 vorgestellt durch das BMESB (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen). Gegenstand ist die stufenweise Einführung digitaler Lösungen für essenzielle Lebensbereiche, die verwaltet und gesteuert werden müssen.

Ziele

Grundsätzlich geht es um die Steigerung und Sicherung der Effizienz von Prozessen. Betroffen sind insbesondere

  • Ressourcenbereitstellung und -nutzung,
  • Nachhaltigkeit und Klimaneutralität,
  • Steigerung der Lebensqualität,
  • Transparenz und Interaktivität.

Die Hintergründe

Städte sind Ballungszentren und die Bevölkerungsdichte zeigt eine wachsende Tendenz auf. Hinzu kommen Pendler aus ländlichen Regionen, die in Städten ihrem Beruf nachgehen, Einkäufe erledigen oder auch Kinder, Schüler und Studenten, die ihre Institutionen besuchen. Sowohl für Städte als auch für ländliche Regionen steigen dadurch die Herausforderungen. Sie betreffen die medizinische Versorgung, das Verkehrsaufkommen, die Schadstoffemission, die Energie- und Wasserversorgung sowie den Dienstleistungs-, Konsumgüter- und Nahrungsmittelsektor.

Die Infrastruktur in städtischen und ländlichen Regionen soll einerseits diesen Herausforderungen, andererseits den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen gerecht werden. Zudem sind Städte und ländliche Regionen angehalten, Klimaneutralität anzustreben.

Komplexe Vorgänge erfassen und steuern

Für reibungslose Abläufe und die Ressourcensteuerung ist die Kenntnis sämtlicher Vorgänge und deren Ineinandergreifen erforderlich. Hier setzt der Stufenplan mit den Digitalisierungs- und Vernetzungszielen an: Zunächst müssen die Vorgänge und Prozesse inklusive ihrem komplexen Zusammenspiel registriert werden. Die Basis dazu sind intelligente Technologien zur Echtzeiterfassung. Für die Zusammenführung der erhaltenen Informationen und Daten ist eine umfassende Vernetzung erforderlich. Zwecks Effizienzsteigerung sind diese noch zu analysieren, auszuwerten und im Ergebnis funktional anzuwenden, was weitere intelligente Technologien voraussetzt.

Stufenplan zur Umsetzung

Bei dem Stufenplan handelt es sich um einen Rahmen für die Umsetzung. Da die Herausforderungen und Gegebenheiten stark variieren, obliegt die konkrete Strategieentwicklung in allen Phasen den Städten und Gemeinden.

Im ersten Schritt geht es um eine Bestandsaufnahme des regionalen Bedarfs und die Ableitung konkreter Ziele. In Stufe zwei erfolgt die Schaffung und Optimierung der Infrastruktur mittels Ausbau von Kommunikationsnetzen, Einführung von verwaltungstechnischen Digitalisierungsprozessen und Implementierug von umfänglichen Sicherheitsmaßnahmen. Stufe drei sieht die schrittweise Integration intelligenter Lösungen in Teilbereichen vor, etwa Smart Mobility oder Smart Energy. In Schritt vier werden diese ausgewertet, weiter ausgebaut und schließlich zu einem smarten Gesamtsystem vernetzt. Schritt fünf umfasst die kontinuierliche Kontrolle, Optimierung und Weiterentwicklung.

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