Durch das Programm P20, auch bekannt unter dem Namen „Polizei 20/20“, erhalten die Polizeibehörden in Deutschland im Rahmen der Digitalisierung eine harmonisierte und einheitliche IT-Architektur. Dies soll eine beschleunigte und effektivere Polizeiarbeit mit besseren Erfolgschancen ermöglichen.
Das Programm P20 schafft mit der Einführung von gemeinsamen Standards die Voraussetzungen für moderne und einheitliche IT-Verfahren bei der Polizei.
Das Programm P20 ist ein Bundesprogramm des deutschen Bundesinnenministeriums, das auch unter der Programmbezeichnung Polizei 20/20 bekannt ist. Der Programmname veranschaulicht die Beteiligung von insgesamt 20 deutschen Polizeien. Darunter befinden sich alle 16 Landespolizeien der Bundesländer in Deutschland. Neben der Bundespolizei sind zugleich die Polizei beim Deutschen Bundestag, das Zollkriminalamt und das Bundeskriminalamt einbezogen.
Zentrale Programmziele sind die Modernisierung und die Harmonisierung der gesamten polizeilichen IT-Architektur in Deutschland. Damit streben die politischen Entscheidungsträger grundlegende Änderungen in der deutschen Polizeiarbeit an. Eine digitale Vernetzung der Polizei gilt hierfür als das Erfolgsrezept. Das Programm P20 geht über ein reines IT-Projekt hinaus. Denn durch die Digitalisierung der Polizeiarbeit entwickelt das Bundesprogramm die Polizei als Organisation weiter.
Mit dem Programm P20 will das Bundesministerium des Innern in Deutschland die Saarbrücker Agenda umsetzen. Dabei handelt es sich um ein Dokument mit Zielsetzungen, auf die sich die Innenminister der deutschen Bundesländer geeinigt haben. Das angestrebte Hauptziel der Saarbrücker Agenda ist eine gemeinsame Informationsarchitektur der Polizeibehörden, die modern und einheitlich sein soll. Dementsprechend möchte das Innenministerium mit dem Programm P20 über 300.000 Beschäftigten bei der Polizei in Deutschland die Möglichkeit geben, flexibel an jedem Ort auf dieselben Informationen zuzugreifen. Das Bundesprogramm kann die tägliche Polizeiarbeit damit erheblich erleichtern.
Digitale Vernetzung des polizeilichen Informationswesens
Durch die Neuaufstellung des polizeilichen Informationswesens ersetzt das Programm P20 die bisherige heterogene Datenhaltung. Mit einem harmonisierten System entsteht ein gemeinsames und vereinheitlichtes Datenhaus. Bei der Entwicklung berücksichtigt das Bundesprogramm den Datenschutz und weitere rechtliche Rahmenbedingungen. Zugleich bleibt die medienbruchfreie sowie digitale Vernetzung der deutschen Polizei mit Partnern auf nationaler und internationaler Ebene ein zentrales Programmziel. Dabei stärkt die neue IT-Architektur auch die Kooperation zwischen der Landes- und Bundespolizei in Deutschland.
Das Bundesinnenministerium fasst die Ausrichtung des Programms P20 mit den folgenden drei Kernzielen zusammen:
1. Verfügbarkeit der polizeilichen Informationen verbessern.
2. Wirtschaftlichkeit in den Polizeibehörden erhöhen.
3. Datenschutz bei der Digitalisierung mit Technik stärken.
Das Programm P20 vereinfacht die Polizeiarbeit in variantenreichen Bereichen. Dazu gehört die Fallbearbeitung ebenso wie die Sachbearbeitung. Dementsprechend kann das Bundesprogramm auch alle Ermittlungen erleichtern. Mit einer harmonisierten IT-Architektur besteht für die Polizei die Chance, den Zeitaufwand beim Abgleich, der Verifizierung und dem Austausch der erforderlichen Informationen nachhaltig zu reduzieren. Denn wiederholte sowie redundante Abläufe im Zusammenhang mit der Erhebung und Verarbeitung der benötigten Daten bleiben damit entbehrlich. Die effektivere Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden ermöglicht den Polizeibeamten zielgerichtetere Handlungen.
Moderne und einheitliche IT-Verfahren
Das Programm P20 schafft mit der Einführung von gemeinsamen Standards die Voraussetzungen für moderne und einheitliche IT-Verfahren. Hierfür werden unterschiedliche Systeme und Verfahren im IT-Bereich der Polizei zunächst konsolidiert. Mit der Vereinheitlichung entfällt für die Polizeibeamten der Aufwand, der zuvor mit der Nutzung von unterschiedlichen Systemen verbunden war. Somit gelangen die Beschäftigten unmittelbar an benötigte Informationen.
Mit dem ersparten Aufwand bei der täglichen Polizeiarbeit macht das Programm P20 auch bessere Resultate möglich. Die Beamten erhalten mit einer vereinheitlichten IT-Architektur die Chance, sich auf die wesentliche Polizeiarbeit zu konzentrieren und weniger Zeit in die Anpassung an verschiedene Plattformen zu investieren. Durch gestraffte Prozesse und optimierte Fähigkeiten bei der Polizei kann das Programm P20 insbesondere im Rahmen der Ermittlungen einen wichtigen Beitrag zu schnelleren Ergebnissen leisten. Während einer beschleunigten Bearbeitung der Polizeifälle steigen zugleich allgemeine Erfolgschancen.
Erhöhte Wirtschaftlichkeit und KI-Integration
Die Umsetzung des Programms P20 ist mit mehreren Transformationsschritten geplant. Ein erfolgreicher Abschluss der letzten Umsetzungsprozesse ist für das Jahr 2030 vorgesehen. In der ersten Programmphase war die grundlegende strategische Konzeptionierung entscheidend. Die Umsetzung begann mit der Beteiligung der Polizeibehörden an einem einheitlichen Fallbearbeitungssystem. Verschiedene polizeiliche Vorgangsbearbeitungssysteme werden in einem ersten Schritt auf Interimssysteme überführt. Damit entsteht eine Grundlage für die endgültige Vereinheitlichung mit einer harmonisierten IT-Architektur.
Stand: 08.12.2025
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Mit gebündelten Ressourcen steigert das Programm P20 die Wirtschaftlichkeit bei der IT-Nutzung in Polizeibehörden nachhaltig. Weil Datenerhebungen nur noch einmalig und nicht mehrfach notwendig sind, lässt sich ein erheblicher Anteil des bisherigen Budgets einsparen. Mit der Entlastung sinkt außerdem der Personalbedarf.
Beim Programm P20 ist in manchen Projekten auch künstliche Intelligenz einbezogen. KI-Systeme können Polizeibeamte insbesondere bei der Auswertung des Beweismaterials unterstützen. Dadurch besteht die Chance, immense Datenmengen viel schneller zu analysieren. Dementsprechend benötigt die Polizei durch die KI-Projekte im Rahmen des Programms P20 einerseits weniger Sachbearbeiter und erhält andererseits schneller Ermittlungsergebnisse.