Agentische KI in der Verwaltung Von der Vollbearbeitung zur Ausnahmensteuerung
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Sopra Steria stellt in einem Orientierungspapier drei Entwicklungsstufen agentischer KI für die Verwaltung in den Raum – von 24/7-Chatbots über automatisierte Antragsassistenten bis hin zu autonomen Agent-zu-Agent-Verhandlungen. Bis zu 40 Prozent Zeitersparnis könnten demnach bei Verwaltungsaufgaben eintreten.
Der Alltag in deutschen Wohngeldstellen folgt seit Jahrzehnten ähnlichen Mustern. Anträge prüfen, Daten in Fachverfahren übertragen, fehlende Unterlagen nachfordern, Berechnungen durchführen. In wenigen Jahren könnte diese Routine deutlich anders aussehen. Dann würden KI-Agenten Standardfälle vollautomatisiert übernehmen, während sich Verwaltungsfachkräfte auf komplexe Härtefälle und Ermessensentscheidungen konzentrieren. Was wie Science-Fiction klingt, skizzieren Dr. Bernd Peper und Maximilian Finger vom Beratungsunternehmen Sopra Steria in einem aktuellen Orientierungspapier als realistische Entwicklungsmöglichkeit.
Eine Zeitverschwendung namens Time Tax
Die Ausgangslage scheint eindeutig. 62 Prozent aller Verwaltungsaufgaben umfassen Schreiben, Lesen und Kommunizieren. Davon seien 60 Prozent durch KI automatisierbar, wie Sopra Steria unter Berufung auf entsprechende Studien darlegt. Das bedeutet, dass rund zwei Fünftel der Arbeitszeit effizienter genutzt werden könnten. Bislang binden repetitive Aufgaben wertvolle Kapazitäten, während demografischer Wandel, Fachkräftemangel und steigende Bürgererwartungen das System an seine Grenzen bringen.
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