Digitaler Zwilling Virtuelles Abbild Hamburgs für alle verfügbar

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Der transparente Umgang mit den Daten der Stadtverwaltung beeinhaltet in Hamburg seit kurzer Zeit auch ein vollständiges 3D-Modell der Hansestadt. Dadurch sollen unter anderem Planungsprozesse und Beteiligungsverfahren vereinfacht werden.

„Hamburg von oben“ ist ein beliebtes Motiv für Postkarten. Die Draufsicht der Hansestadt gibt es nun in volldigital als Planungshilfe für verschiedenste Zwecke.(©  Jonas Weinitschke - stock.adobe.com)
„Hamburg von oben“ ist ein beliebtes Motiv für Postkarten. Die Draufsicht der Hansestadt gibt es nun in volldigital als Planungshilfe für verschiedenste Zwecke.
(© Jonas Weinitschke - stock.adobe.com)

Mit Ausnahme der Nordseeinseln Neuwerk und Scharhörn, wurde im Auftrag des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) das gesamte Stadtgebiet der Hansestadt Hamburg unter Verwendung von Luftbildern bildtechnisch erfasst und anschließend datenschutzkonform zu einem dreidimensionalen Modell verarbeitet. Die Gebäude wurden mithilfe stereophotogrammetrischer Auswertung in 3D umgesetzt. Die Texturierung basiert auf Schrägluftbildern mit einer Bodenauflösung von 20 Zentimetern pro Pixel. Zusätzlich zu den Gebäudemodellen wurden weitere Objekte wie Bäume, Litfaßsäulen und Bushaltestellen in das Modell integriert. Das entstandene Modell ermöglicht eine plastische Darstellung sämtlicher Straßenzüge und Geländeformationen aus diversen Blickwinkeln. Zur fehlerfreien Darstellung wird ein leistungsstarkes digitales Endgerät benötigt.

Gemäß des Open-Data-Prinzips ist das Stadtmodell frei zugänglich und von jedermann – ohne Einschränkungen – verbreit- und verwendbar. Dadurch können Unternehmen und Privatpersonen die 3D-Version Hamburg gleichermaßen zur Schaffung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Mehrwerte nutzen.

Der urbane digitale Zwilling Hamburgs

Thomas Eichhorn, Geschäftsführer des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung, unterstreicht die Bedeutung des Geoportals für die Transparenz und die Bereitstellung hochwertiger städtischer Daten.

Das 3D-Stadtmodell mit seinen 380.000 Gebäuden wird vor allem in der Stadtplanung eingesetzt. Durch die Verknüpfung verschiedener Datensätze aus der Urban Data Platform Hamburg werden Zusammenhänge besser erkennbar, was die Grundlage für den digitalen Zwilling Hamburg bildete. Die Integration von Daten aus verschiedenen Bereichen wie Stadtentwicklung, Mobilität, Klima, Soziales und Bildung dient der kontinuierlichen Verbesserung dieses digitalen Abbilds der Stadt und der ihr zugrundeliegenden Prozesse.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, betont Hamburgs Rolle als Vorreiter in der digitalen Stadtentwicklung. Die Digitalisierung wird genutzt, um Planungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Insbesondere dreidimensionale Kartendarstellungen wie das 3D-Stadtmodell tragen dazu bei, dass Planungsziele realistischer vermittelt werden können, sowohl für Fachleute als auch für die Öffentlichkeit.

Auch Privatpersonen erfahren durch das neue virtuelle Stadtmodell attraktive Möglichkeiten zur Beteiligung an städtischen Angelegenheiten. Im digitalen Partizipationssystem DIPAS der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen findet die dreidimensionale Darstellung zukünftig Anwendung.

Die 3D-Daten stehen als Open Data im Transparenzportal des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung zur Verfügung. Dabei setzt der LGV auf die Open-Source-Lösung der Masterportaltechnologie, um den Zugang zu den Daten zu erleichtern.

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