Digitale Transformation

Vier Schlüsselstrategien für den öffentlichen Sektor

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Schritt 2: Eine flexible, modulare Daten- und Systemarchitektur entwickeln

Eine anpassbare Architektur bildet die Grundlage der digitalen Transformation. Öffentliche Organisationen profitieren von einer serviceorientierten Architektur, die rasche Innovation, vereinfachte Anwendungsentwicklung und die Überbrückung von Datensilos ermöglicht. Um eine solche Architektur zu entwerfen, ist es wichtig, die vorhandenen Daten zu kennen und eine Vision für den zukünftigen Zustand zu entwickeln:

Daten und Architektur visualisieren: Visualisierungen sind entscheidend, um bestehende Systeme und ihre Zusammenhänge sowie die Ergebnisse von Veränderungen leicht verständlich darzustellen. Es beginnt mit der Abbildung der aktuellen Lösungs- und Systemarchitektur, einschließlich Softwareschnittstellen und Datenstrukturen. Darauf aufbauend können Zukunftsvisionen gemeinsam mit Stakeholdern entwickelt und festgehalten werden.

Mit dem Nutzungserlebnis beginnen: Bei der Gestaltung neuer Systeme, wie zum Beispiel eines Authentifizierungsportals, steht das ideale Nutzungserlebnis der Bürger:innen im Vordergrund. Eine Experience Map dient als Orientierungshilfe, um Daten und Systeme so zu strukturieren und zu vernetzen, dass dieses Nutzererlebnis realisiert werden kann.

Architektur schrittweise verbessern: Der Wechsel zu einer modularen Datenarchitektur und effizienten Schnittstellenstrategie stellt oft eine große Veränderung dar, erfordert aber keine sofortige Gesamtrevision. Es ist ratsamer, Flexibilität schrittweise in die Architektur einzuführen, beginnend mit den für die strategische Roadmap wichtigsten Systemen.

Schritt 3: Dokumentation zentralisieren und effizient gestalten

Eine klare Dokumentation ist von zentraler Bedeutung für die Koordination von Teams sowie für das Erkennen neuer Einsatzbereiche für Technologien. Im öffentlichen Sektor ist im Zuge der digitalen Transformation eine vollständige Dokumentation aller internen Abläufe und Systeme daher essentiell. Doch ohne einen klaren und einfachen Weg, diese festzuhalten und zu verwalten, können schnell Missverständnisse und Schwierigkeiten bei der Informationssuche entstehen, die den Fortschritt wichtiger Projekte bremsen.

Die Dokumentation sollte als integraler Bestandteil des Arbeitsflusses betrachtet und nahtlos in die täglichen Abläufe eingebunden werden. Anstatt sie als isolierte Aufgabe zu sehen, kann die Nutzung eines virtuellen Whiteboards – beispielsweise zur Teamarbeit – dazu beitragen, Ideen, Entscheidungen und Pläne direkt während des Prozesses zu erfassen, was die Dokumentation erheblich vereinfacht.

Besonders cloudbasierte Plattformen eignen sich zur Dokumentenspeicherung, denn dadurch können Teams jederzeit und von überall auf benötigte Dokumente zugreifen. Plattformen mit erweiterten Administrationsfunktionen wie Dokumenten- und Zugriffsverwaltung und angepassten Zugriffsberechtigungen minimieren das Risiko eines Informationsverlustes bei Personalwechsel.

Schritt 4: Den Technologie-Stack bewerten und modernisieren

Für eine erfolgreiche digitale Transformation ist die Modernisierung des Technologie-Stacks mit Anwendungen und Tools, die Echtzeit-Kollaboration unterstützen, entscheidend. Diese verbessern die Kommunikation und erleichtern die Entscheidungsfindung und Teamkoordination, besonders in hybriden Arbeitsumgebungen. Bei der Auswahl solcher Kollaborationstools sollten besonders im öffentlichen Sektor folgende Kriterien beachtet werden:

  • Vielseitigkeit in der Anwendung: Eine ideale Plattform deckt ein breites Spektrum an Teamaktivitäten ab, von Echtzeit-Brainstorming bis zur Erstellung komplexer technischer Diagramme.
  • Automatisierung: Tools mit Automatisierungsfunktionen für spezifische Aufgaben, wie beispielsweise das Erstellen von Cloud-Infrastrukturdiagrammen, können Prozesse beschleunigen und die Teamausrichtung verbessern.
  • Nutzungsfreundlichkeit und einfache Implementierung: Eine intuitive Anwendungsoberfläche und nahtlose Integration in bestehende Prozesse fördern die Akzeptanz neuer Technologien. Lösungen, die bestehende Daten problemlos übernehmen können, bieten hier einen zusätzlichen Nutzen.
  • Robuste Sicherheits- und Governance-Funktionen: Die Plattform muss strenge Anforderungen an Datensicherheit und Governance erfüllen, um die hohen Standards im öffentlichen Sektor zu gewährleisten.

Die digitale Transformation ist besonders im öffentlichen Sektor ein hochkomplexer Prozess, der effiziente Abstimmungen und Flexibilität in der Planung erfordert. Der Einsatz moderner Tools mit den passenden Arbeitsvorlagen kann jedoch die Zusammenarbeit vereinfachen, Abläufe straffen und Teams zukunftsfähig machen, um den Erwartungen der Bürger:innen gerecht zu werden.

David Torgerson
ist Vizepräsident für Technologie und Sicherheit bei Lucid Software. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich DevOps und leitete Infrastruktur-, Sicherheits-, Netzwerk-, Betriebs- und DevOps-Teams in verschiedenen Unternehmen, darunter Fidelity Information Services, FamilySearch und Lucid Software.

Bildquelle: Lucid Software

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