Dokumentenmanagement Unterstützung der Verwaltung durch KI

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Durchsuchen von Dokumenten, Ausfüllen von Formularen, Analyse von Umweltdaten, Verfassen von Berichten: Die Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung sind vielfältig.

Philipp Justus, Vice President für Zentraleuropa bei Google.(©  Felix Brüggemann)
Philipp Justus, Vice President für Zentraleuropa bei Google.
(© Felix Brüggemann)

Künstliche Intelligenz (KI) ist im Public Sector angekommen, und die Anwendungsbereiche werden immer größer. Übersetzungen von Anträgen, Zusammenfassungen komplexer Dokumente oder eine schnelle Datenanalyse – KI-Tools können den Mitarbeitenden in den Behörden und Verwaltungen viel Arbeit abnehmen.

Dabei geht es nicht um Ausnahmefälle oder unbedeutende Tätigkeiten. Laut einer Untersuchung von IW Consult im Auftrag von Google könne die Wertschöpfung im öffentlichen Sektor durch den Einsatz von generativer KI um 23,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Eine massive Summe, die sich vor allem durch Zeitersparnisse ergebe – langfristig gesehen.

Die Schätzung geht von einer produktiven Nutzung generativer KI durch mindestens die Hälfte aller Institutionen des öffentlichen Sektors über einen Zeitraum von zehn Jahren aus. „Online-Verwaltungsdienste sparen Zeit und Ressourcen, beschleunigen Genehmigungsverfahren und minimieren Routinetätigkeiten in der Verwaltung“, sagt Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. Laut Studie könne die Produktivität der Verwaltung pro Jahr bis zu 1,7 Prozent zunehmen, wenn Routineaufgaben durch künstliche Intelligenz übernommen würden und die Bereitstellung von Online-Services funktioniere. Voraussetzung sei ­allerdings, dass die gewonnene Zeit für andere, produktivere Tätigkeiten genutzt werde, beispielsweise für das Angebot weiterer Dienstleistungen oder die Unterstützung von Bürgern und Unternehmen bei komplexen Vorhaben.

Künstliche Intelligenz als Demokratieverstärker

Künstliche Intelligenz könne jedoch nicht nur die Abläufe in der Verwaltung optimieren, sondern als Nebeneffekt auch Wirtschaft und Gesellschaft positiv beeinflussen. Hüther: „Insgesamt kann durch solche Angebote das Vertrauen in die Leistungs­fähigkeit und Kompetenz des Staates wiederhergestellt werden. Der Einsatz von digitaler Technologie beziehungsweise  KI führt so nicht nur zu mehr Effizienz, sondern wirkt geradezu als Demokratieverstärker.”

Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.(©  IW Consult)
Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.
(© IW Consult)

Steigerung der Produktivität und mehr Zeit für andere, wichtigere Dinge: Die Vorteile des Einsatzes von KI sind offenkundig. Besonders in der Verwaltung: Laut Studie könnten 82 Prozent der Arbeitsplätze vom Einsatz generativer­ KI profitieren. In der Gesamtwirtschaft sind es mit 70 Prozent deutlich weniger. Die Realität sieht anders aus: Gemäß Studie ist der Anteil der Mitarbeitenden, die im Alltag KI einsetzen, in der öffentlichen Verwaltung je nach Tätigkeit um bis zu 18 Prozentpunkte niedriger als in der Wirtschaft.

„Für den öffentlichen Dienst ist generative KI nicht nur ein Werkzeug zur Automatisierung von Prozessen, sie ist auch der  Schlüssel auf dem Weg zum digitalen Staat“, sagt Philipp Justus, Vice President für Zentraleuropa bei Google. Richtig eingesetzt ermögliche sie es, den Fokus wieder stärker auf die Kernaufgaben zu legen: die Bedürfnisse von Bürgern und von Unter­nehmen.

Weitere Informationen

Weitere Ergebnisse rund um das Potenzial der digitalen Transformation für verschiedene Branchen gibt es online bei IW Consult.

der-digitale-faktor.de

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