Schneller und teurer Supercomputer beschleunigt Uni-Analyse

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Schneller, noch schneller, bald fast am schnellsten: Die Universität Stuttgart will mit zwei Supercomputern das Forschen an der Hochschule beschleunigen. Die erste Maschine geht demnächst in Betrieb.

Unter den Gästen bei der Einweihung Hunters waren Berthold Schmidt (TRUMPF), Michael Resch (HLRS), Peter Middendorf (University of Stuttgart), Matthias Lederer (Porsche), Petra Olschowski (Baden-Württemberg Minister of Science, Research and Art), Tom Schneider (TRUMPF), Brad McCredie (AMD), Anna Christmann (Member of German Parliament), Heiko Meyer (HPE), Trish Damkroger (HPE), Marc Fischer (HPE) und Michael Rafii (BMBF).(Bild:  Max Kovalenko / University of Stuttgart)
Unter den Gästen bei der Einweihung Hunters waren Berthold Schmidt (TRUMPF), Michael Resch (HLRS), Peter Middendorf (University of Stuttgart), Matthias Lederer (Porsche), Petra Olschowski (Baden-Württemberg Minister of Science, Research and Art), Tom Schneider (TRUMPF), Brad McCredie (AMD), Anna Christmann (Member of German Parliament), Heiko Meyer (HPE), Trish Damkroger (HPE), Marc Fischer (HPE) und Michael Rafii (BMBF).
(Bild: Max Kovalenko / University of Stuttgart)

An der Universität Stuttgart sollen Forscher und Unternehmen mit Hilfe eines neuen Supercomputers künftig komplexe Simulationen leichter und vor allem berechnen können. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen IT-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise will die Hochschule einen sogenannten Supercomputer mit geballter Rechenkraft in Betrieb nehmen.

Über das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) soll mit dem „Hunter“, dem ersten von zwei digitalen Superhirnen, besser an Simulationen, künstlicher Intelligenz (KI) und an Datenanalysen gearbeitet werden. Der „Hunter“ löst den bisherigen Höchstleistungsrechner „Hawk“ ab und übernimmt auch dessen Rechenraum. In zwei Jahren soll dann „Herder“ folgen, ein sogenanntes Exascale-System, das laut Uni die deutschen Kapazitäten im Bereich des Höchstleistungsrechnens (HPC) erheblich erweitern wird.

Supercomputer können bei Klimaforschung helfen

Nach Angaben der Universität wird der „Hunter“ schwerpunktmäßig für die Ingenieurwissenschaften und industrielle Anwendungen eingesetzt – etwa in der Entwicklung von Fahrzeugen mit geringerem Kraftstoffverbrauch oder produktiveren Windturbinen. Auch für groß angelegte Simulationen sei er nützlich, beispielsweise in der Klimaforschung oder der Vorbereitung der Behörden auf Krisensituationen, die durch Naturkatastrophen verursacht werden.

„Ohne leistungsfähige Supercomputer können wir keine effizienten KI-Anwendungen entwickeln, keine Simulationen von Klimamodellen oder technischen Verfahren durchführen“, erläuterte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) bei einer Feier an der Uni vor der Inbetriebnahme.

Nicht nur schneller, sondern auch energieeffizienter

Viel rechenstärker als der „Hawk“ sei der „Hunter“ zwar nicht, er arbeite aber deutlich energieeffizienter, teilten ihr Ministerium und die Universität mit. Die Energie komme aus einem Mix von erneuerbaren und fossilen Energiequellen, unter anderem aus dem eigenen Kraftwerk der Universität Stuttgart. Die Gesamtkosten für die beiden neuen Supercomputer belaufen sich auf 115 Millionen Euro.

Als Exascale Computing werden Rechnersysteme bezeichnet, die für Menschen unvorstellbare Datenmengen in nur einem Wimpernschlag verarbeiten können.

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