Wie es nach dem Auslaufen der SCS-Förderung weitergeht Souvereign Cloud Stack: Pläne und neue Projekte

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Die Förderung für den Sovereign Cloud Stack (SCS) läuft in wenigen Monaten aus – die OSB Alliance informierte nun im Rahmen eines SCS-Summits, wie es nach dem Förderende weitergeht. Vorgestellt wurden neu zertifizierte Projekte, darunter der Proof of Concept für die Deutsche Verwaltungscloud, bei dem ein neues Yaook-Cluster in Leipzig genutzt werden soll.

Die Gründung des Forums „Sovereign Cloud Stack Standardisierung“ innerhalb der OSB Alliance ist einer der Wege zur Weiterführung des SCS-Projekts.(© Serhii – stock.adobe.com)
Die Gründung des Forums „Sovereign Cloud Stack Standardisierung“ innerhalb der OSB Alliance ist einer der Wege zur Weiterführung des SCS-Projekts.
(© Serhii – stock.adobe.com)

Der Sovereign Cloud Stack (SCS) ist bei der OSB (Open Source Business) Alliance angesiedelt und wird seit Juli 2021 durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert. In einem Ökosystem aus über 25 Unternehmen und in Zusammenarbeit mit den Upstream Communities werden „offene, technische Standards für eine moderne, föderierbare Open-Source-Cloud- und Container-Plattform definiert“ und in einem offenen Entwicklungsprozess durch Open-Source-Komponenten umgesetzt – beschreibt die OSB Alliance die Arbeit im Projekt. Mit dem kürzlich veröffentlichten Release 6 werde ein vollständig integrierter Cloud Stack bereitgestellt.

Im September soll die Förderung für den SCS enden – nicht jedoch die Arbeit im Projekt. Der Sovereign Cloud Stack werde ab Oktober in zwei Richtungen weiterentwickelt, so die OSB: Weiterentwicklung, Gewährleistung, Wartung und Support für die weiterhin vollständig offen entwickelte SCS Software sollen kommerziell angeboten werden, ebenso wie Schulungen oder Implementierungsdienstleistungen.

Gründung des Forums SCS-Standardisierung

Zweitens gründet die OSB Alliance das Forum Sovereign Cloud Stack Standardisierung. Gründungsmitglieder sind die aov IT.Services GmbH, artcodix UG, B1 Systems GmbH, Cloud&Heat Technologies GmbH, plusserver GmbH, secunet Security Networks AG und SysEleven GmbH. Gemeinsam wollen sie die Entwicklung der offenen Standards und der automatisierten Tests weiterführen.

Als Verwalter der SCS-Marke soll das Forum zudem SCS-Zertifizierungen vergeben und Regeln zu Transparenz, Qualität und Standardkonformität für die Nutzung der Marke aufstellen.

Die offenen Standards sind eine wesentliche Grundlage für digital souveräne und föderierbare Cloud-Umgebungen, die hochgradig kompatibel sind und so wirklich die Vermeidung von Vendor Lock-In bieten.

OSB Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.

Proof of Concept für die Deutsche Verwaltungscloud

Zwei neu zertifierte Cloudumgebungen, die die im SCS-Projekt erarbeiteten offenen Standards umsetzen, wurden beim SCS Summit der OSB Alliance im Mai vorgestellt: die der SysEleven GmbH und der Cloud&Heat Technologies GmbH. Letztere wurde für eine Gruppe von Unternehmen eingerichtet, die im Umsetzungsprojekt zur Deutschen Verwaltungscloud gemeinsam mit der FITKO den Proof of Concept für den Providerwechsel durchführen. Dafür baut Cloud&Heat Technologies in Zusammenarbeit mit envia TEL in Leipzig ein SCS-konformes Yaook-Cluster auf: eine Open-Source-Lösung für das Lifecycle-Management von OpenStack-Clouds, die den Aufbau und Betrieb eigener Cloud-Infrastrukturen auf Open-Source-Basis erleichtert. Für eine schnelle Datenübertragung soll in dem Projekt der DE-CIX Internetknoten in Leipzig sorgen, der (als erster Internetknoten für Mitteldeutschland) in den Rechenzentren von envia TEL und PŸUR Business beheimatet ist.

Aktuell nutzen laut OSBA sechs Anbieter die SCS-Technologie für den Betrieb souveräner und DSGVO-konformer Public-Cloud-Angebote, weitere Strukturen seien im Aufbau.

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