BSI unterstützt serviceorientierte Architekturen

Sicherheit kommt bei SOA-Projekten oft zu kurz

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Die Ziele des Kompendiums

... in seiner weiter entwickelten Form werden von den Autoren wie folgt beschrieben:

  • Die Notwendigkeit und Relevanz neuer Sicherheitstechnologien und –lösungen für serviceorientierte Architekturen wird klar dargelegt.
  • Es entsteht ein umfassendes Nachschlagewerk auf dem Gebiet SOA Security, das alle relevanten Standards und Technologien beschreibt.
  • Konkrete Sicherheitsmaßnahmen werden detailliert erläutert und unterstützen Organisationen bei der Realisierung eines angemessenen Sicherheitsniveaus in serviceorientierten Architekturen.
  • Zentrale Themen wie beispielsweise Risiko-, Compliance- und Security-Management werden verstärkt behandelt, da diese nicht nur nach Ansicht der BSI-Experten einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg und die Nachhaltigkeit von Sicherheitsmaßnahmen haben.
  • Es werden zukünftig relevante, technisch anspruchsvolle und innovative SOA-Sicherheitsthemen aus der Wissenschaft und Forschung beleuchtet und es werden signifikante Trends und Entwicklungen aufgezeigt.

Bürgerservices von Behörden und der komplette Bereich von eGovernment sind geradezu prädestiniert für SOA. Die Autoren des Kompediums führen dazu an: „Serviceorientierte Architekturen stellen insbesondere ein großes Potenzial für Behörden dar, die unter anderem verschiedene Dienste für Bürgerinnen und Bürger anbieten (Bürgerservice). Die Möglichkeit, mittels SOA diese Dienste miteinander zu verbinden und zu neuen Angeboten zu kombinieren, kann viele Vorteile mit sich bringen.

Bürgerinnen und Bürger können zum Beispiel durch die angebotenen Mehrwertdienste profitieren, während die Behörden durch die gemeinsame Nutzung bestimmter Dienste Synergieeffekte erzielen und damit Kosten einsparen. Die exemplarisch genannten Vorteile durch den Einsatz serviceorientierter Architekturen gelten jedoch nicht nur für Behörden, sondern können auch auf andere Institutionen und Unternehmen der Wirtschaft übertragen werden.

Da die meisten konventionellen IT-Systeme jedoch Individuallösungen mit proprietären Schnittstellen sind, ist die Realität von der Idealvorstellung weit entfernt. Als Folge dessen resultieren immense Aufwände bei der Integration verschiedener Systeme, häufige Neuentwicklungen und hohe Kosten. Die Lösung dieser Problematik besteht einer Systemarchitektur, bei der Dienste im Fokus der Betrachtungen stehen.

Konkrete Anwendungsfälle von SOA finden sich bereits heute unter anderem auch im eGovernment (zum Beispiel das Angebot eines virtuellen Rathauses, welches Meldeauskünfte, Grundstücksanfragen, Kfz-Anmeldungen und weitere Dienste ermöglicht), dem Finanzwesen oder in Service-Zentren. Insbesondere große Unternehmen der freien Wirtschaft haben schon früh die Signifikanz und das Potenzial dieses neuen Architekturprinzips erkannt.

Aber auch in anderen Anwendungsgebieten stellen serviceorientierte Architekturen einen vielversprechenden Ansatz dar. So wird der SOA-Ansatz unter anderem im Bereich des Grid Computing mit großem Interesse verfolgt und bekommt aus diesem Forschungsbereich auch eine Vielzahl von Anregungen und Weiterentwicklungen. Auch für die Verarbeitung großer Mengen von Geo- oder Infrastrukturdaten bringt SOA viele Vorteile mit sich. Geodaten können zum Beispiel weiterhin auf effiziente Weise lokal verwaltet und dennoch in aggregierter Form mittels Web Services zur Nutzung in Portalen angeboten werden.

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