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Schweizer Technologie schützt die wertvollste Ressource der Welt

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Genaue Ortung spart Zeit und Kosten

Und so funktioniert das Ganze: Die Logger messen täglich akustische Signale im Wasser und der Rohrleitung, wobei störende Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden. Via Mobilfunk senden sie die ermittelten Informationen unmittelbar in die Cloud, wo eine Software die Daten analysiert. Die Ergebnisse erhalten die Versorger über eine verschlüsselte Verbindung übersichtlich per Google Maps im Webbrowser angezeigt.

Anhand bestimmter Parameter wie Distanz zwischen den Sensoren, den Materialien oder dem Durchmesser der Leitungen lokalisiert die Lösung das Leck punktgenau, in der Regel bis auf unter einen Meter. Anschließend lassen sich die erforderlichen Reparaturarbeiten anstoßen, wobei dank der zielgenauen Ortung weniger Bodenfläche aufgerissen werden muss. Das spart Zeit und Kosten und schont die Nerven von Anwohnenden und Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen.

Gemeinsam arbeiten Gutermann und die Deutsche Telekom in internationalen Projekten zusammen. In Italien beispielsweise rüsten sie künftig die Hauptleitungen des regionalen Wasserversorgers Acquedotto Pugliese (AQP) mit smarten Sensormodulen aus. Laut Uri Gutermann handelt es sich dabei um „das größte kontinentaleuropäische Vorhaben zur akustischen Leckageortung“. Die Größenordnung: 20.000 Messpunkte sollen im Netz des Versorgers aus Apulien undichte Stellen in Wasserleitungen dutzender Kommunen aufspüren.

Aufwendige Genehmigungsverfahren entfallen

Der Hersteller kann die NB-IoT-Module mit den Geräuschloggern vorprogrammieren, mit energieeffizienten Batterien versehen und innerhalb weniger Minuten vor Ort installieren sowie in Betrieb nehmen. Das war nicht immer so. Vor der Zusammenarbeit mit der Telekom nutzten die Schweizer andere Übertragungsstandards, die aufgrund geringerer Signalstärke die Informationen nicht nahtlos in die Cloud übertragen konnten.

Als Zwischenschritt war es notwendig, überirdisch zusätzliche Daten-Gateways – meist an Straßenlaternen – zu montieren. „Für diese Installation mussten unsere Kunden häufig Genehmigungen beantragen", sagt Gutermann. Dies und der Umstand, dass meist ein Kran für die Montage benötigt wurde, gestaltete sich aufwendig und teuer.

Dank NB-IoT sparen Gutermann und seine Kunden viel Zeit und Geld: Zusätzliche Hardware und Genehmigungen dafür sind nicht mehr nötig. „Die Kosten pro Messpunkt sind gefallen; wir brauchen nur noch ein Gerät, keinen Repeater und keine Montagekosten mehr.“ Entscheidende Voraussetzungen, um eine Leckortung kostengünstig und großflächig zu ermöglichen.

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