Polizei-Messenger sollen Föderation unterstützen

Schnelle Einsatzkoordination dank integrierter GIS-Karten

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1. Kartenbasierte Einsatzinformationen abrufen: In dieser ersten Stufe ist es möglich, dass Einsatzkräfte ihren Standort bzw. ihre Live-Location über ihre Messenger-App teilen und darauf aufbauend kartenbasierte Einsatzinformationen erhalten. Die vorhandenen Informationen lassen sich nicht nur an die aktuelle Situation anpassen, sondern auch schnell um neue Daten ergänzen und etwa für eine aktualisierte Lagebewertung an die Einsatzleitung oder Leitstelle zurückspielen. Für alle Einsatzkräfte vereinfachen sich so Koordination und Steuerung. Sie können schneller agieren.

2. Karten mit Informationen anreichern und modifizieren: Einsatzkräfte sollen die Möglichkeiten haben, die GIS-basierten Daten und Karten im Messenger mit individuellen Informationen anzureichern und zu bearbeiten. Konkret heißt das, dass sie Karteninformationen markieren bzw. highlighten sowie auf ihren Bedarf abgestimmte Kartenausschnitte erstellen und vergrößern können. Auf diese Weise sind die hinzugefügten Informationen direkt mit den GIS-Karten verknüpft und müssen nicht etwa als separate Nachricht(en) im Einsatzchat versendet werden. Wird etwa nach einer vermissten Person gesucht, lassen sich so bestimmte Bereiche als bereits abgesucht markieren und noch nicht abgesuchte Bereiche schneller ausmachen. Gleichzeitig erhalten die Einsatzkräfte eine transparente Übersicht der Suchgebiete.

3. Detaillierte Personen-Informationen bei Einsätzen erhalten: Neben ausführlichen Daten – etwa zu landschaftlichen Gegebenheiten und Einsätzen –, die in den Karten des GIS bereitstehen, ist es wichtig, auch entsprechende Informationen zu den Einsatzkräften zu erhalten. Klassischerweise werden diese durch das Teilen ihres Standorts bzw. ihrer Live-Location als kleine Nadel (Pin) ohne weitere Details auf der Karte dargestellt. In einer dritten Stufe wird daher angestrebt, detaillierte Personen-Informationen bereitzustellen. Neben der Nadel werden dann etwa der Name der Einsatzkraft, deren Rolle (Dienstgrad, Verantwortungsbereich etc.) und weitere relevante Informationen angezeigt. Das ist vor allem für die Koordination und Steuerung bei größeren Einsätzen wichtig, wenn Personen aus unterschiedlichen Bereichen und Organisationen zusammenarbeiten. Auch föderierte Einsätze, wie Fahndungen flüchtiger Personen, die über Grenzen der Bundesländer oder sogar der Republik hinausgehen, lassen sich dadurch schneller koordinieren und Einsatzkräfte in der Umgebung gezielt alarmieren.

Fazit: Innovationskraft ist ungebrochen

Schon heute nehmen digitale Kommunikationslösungen eine zentrale Rolle ein, indem sie die Einsatzsteuerung, den Informationsaustausch und alle damit verbundenen Abläufe vereinfachen und erheblich beschleunigen. Ihre ungebrochene Innovationskraft zeigt nicht nur die rasante Entwicklung, die Polizei-Messenger in den letzten Jahren genommen haben. Auch in naher Zukunft sind viele Innovationen zu erwarten, wie z. B. weitere Systemintegrationen, KI-basierte Kommunikation und neuartige Endgeräte, welche die Polizeiarbeit in der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung weiter verbessern werden.

Der Autor: Tobias Stepan
Tobias Stepan ist Gründer und Geschäftsführer der Teamwire GmbH.

Bildquelle: Teamwire GmbH

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