Digitalisierung Schleswig-Holstein beschließt Digitalstrategie

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Das Kabinett hat die Digitalstrategie für Schleswig-Holstein beschlossen. Im Vorfeld wurden erstmals in einem alle Ressorts umfassenden Prozess ein konkreter Zielekanon für das Land sowie eine strategische Steuerung erarbeitet.

Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister von Schleswig-Holstein(©  Staatskanzlei SH)
Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister von Schleswig-Holstein
(© Staatskanzlei SH)

Die neue Digitalstrategie für Schleswig-Holstein wurde heute beschlossen und umfasst zwölf Leitlinien und elf Themenfelder mit mehr als 50 Zielen. Zu den zentralen Themen zählen die digitale Souveränität, ein konsequentes Handeln nach den Grundgedanken von Open Government, ein erfolgreiches Innovations- und Wissensmanagement sowie eine umfassende Verwaltungsmodernisierung.

Die zwölf Leitlinien als Basis der Digitalstrategie

· Technologien
· Informationssicherheit
· Green IT
· Künstliche Intelligenz
· Verwaltung
· Infrastruktur
· Souveränität
· Daseinsvorsorge
· Verwaltungsmodernisierung
· Data Driven Government
· Datennutzung und Open Data
· Datennutzung und Datenschutz

„Die digitale Transformation betrifft sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche in der Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie fordert damit auch alle Politikfelder auf, konsequent digital und gleichgerichtet zu handeln“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. „Die Strategie versetzt das Land in die Lage, den Herausforderungen leistungsfähig, bürgerorientiert über alle Politikfelder hinweg zu begegnen und aktiv zu gestalten.“ Alle Maßnahmen in den Ressorts sollen sich zukünftig an den gemeinsam entwickelten Zielen ausrichten.

Schrödter erkennt die digitale Transformation als dauerhaften Prozess und setzt daher auf ein iteratives Vorgehen. „Die ressortübergreifende und sich ständig überprüfende Vorgehensweise stellt sicher, dass die Landesregierung auf neue Anforderungen reagieren kann und wir es schaffen, unser Land weiterhin als digitale Vorreiterregion aufzustellen“, ergänzt der Minister. Dafür sollen auf der Steuerungsebene übergreifende Arbeitsstrukturen etabliert werden, um die Zusammenarbeit zu gestalten.

Zentrales Thema eGovernment

Die Verwaltungsmodernisierung ist ein zentraler Punkt in der neuen Digitalstrategie. „Eine Verwaltung, die vollständig digitale Prozesse anbietet, bedeutet, dass Dienstleistungen komfortabel und unkompliziert genutzt werden – egal ob Bürger oder Unternehmen, in der Stadt oder auf dem Land“, kommentiert Schrödter. Im Strategiepapier wird auf die Standardisierung von Verwaltungsleistungen ebenso eingegangen wie auf Mitgestaltung, den digitalen Arbeitsplatz, eine digitale Daseinsvorsorge und die effektive Nutzung von Daten.

„Die Zukunft der Verwaltung ist automatisiert, algorithmisiert, cloudifiziert und datenbasiert“, sagte Schrödter im eGovernment-Interview im Rahmen des kürzlich aufgelegten Digitalisierungsprogramms 3.0. Dieses mittlerweile dritte Digitalisierungsprogramm hat ein Budget von zehn Millionen Euro und ist für die Landesregierung ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Strategie. Insgesamt seien rund 400 Millionen Euro im Landeshaushalt für die Digitalisierung vorgesehen.

„Wir stehen bundesweit gut da, aber wollen auch europaweit eine digitale Vorreiterregion sein“, betont Schrödter. „Dafür treiben wir die digitale Transformation mit wichtigen Faktoren wie Datensouveränität und Offenen Innovationen voran. Die Digitalstrategie Schleswig-Holstein ist auf dem Weg dorthin unser gemeinsamer Kompass.“

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