Onlinezugangsgesetz Saarland ermöglicht digitale Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Der Fachkräftemangel grassiert im Gesundheitswesen. Im Saarland können Ärztinnen und Ärzte ihre im Ausland erworbenen Abschlüsse ab sofort über ein spezielles Online-Portal anerkennen lassen.

Das Saarland möchte ausländische Fachkräfte im Healthcare-Sector anwerben. In einem ersten Schritt können nun Ärztinnen und Äzte ihre Abschlüsse anerkennen lassen. Weitere medizinische Fachberufe sollen iterativ folgen.(©  Evgeny - stock.adobe.com)
Das Saarland möchte ausländische Fachkräfte im Healthcare-Sector anwerben. In einem ersten Schritt können nun Ärztinnen und Äzte ihre Abschlüsse anerkennen lassen. Weitere medizinische Fachberufe sollen iterativ folgen.
(© Evgeny - stock.adobe.com)

Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland haben ab sofort die Möglichkeit, die Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse im Saarland digital zu beantragen. Unabhängig davon, ob sich die Fachkräfte bereits in Deutschland aufhalten und wo sie ihre Qualifikation erworben haben, steht ihnen die Plattform www.anerkennung-in-deutschland.de zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung betreibt dieses Portal, das in verschiedenen Sprachen zugänglich ist. Der Antrag kann dabei sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gestellt werden.

Die Einführung dieser digitalen Lösung wird als bedeutender Beitrag zur Fachkräftegewinnung im Saarland angesehen. Sie soll medizinischen Fachkräften aus aller Welt den Zugang zum saarländischen Arbeitsmarkt erleichtern und gleichzeitig die Bearbeitungsprozesse für lokale Behörden signifikant vereinfachen.

Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke betont die Relevanz dieser Initiative und hebt hervor, dass sie im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) erfolgt. Das OZG verpflichtet Bund, Länder und Kommunen dazu, ihre Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Die Entwicklung der digitalen Antragsstrecke für Ärztinnen und Ärzte wurde vom nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium übernommen und nach dem Prinzip „Einer-für-Alle“ den übrigen Bundesländern zur Verfügung gestellt.

Minister Barke kündigte an, die digitalen Angebote zur Fachkräfterekrutierung im Saarland weiter auszubauen. Die entwickelte Software soll dazu dienen, auch die Antragsstrecken für weitere Heil- und Pflegeberufe, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie Handwerksmeister schnellstmöglich zu integrieren.

Arbeits- und Gesundheitsminister Magnus Jung zeigte sich hocherfreut über die erleichterte Antragsstellung. Aktuell erfahren fähige Fachkräfte, die im Ausland angeworben werden, oft verwaltungsbedingte Verzögerungen. Der nun eingeführte Online-Antrag ermögliche zunächst Ärztinnen und Ärzten einen unkomplizierten Zugang zum saarländischen Arbeitsmarkt. Die zukünftige Ausweitung der Antragsstellung auf alle Pflegeberufe wird als entscheidender Beitrag zur weiteren Fachkräftegewinnung betrachtet. Jung sieht in der Neuerung einen Schritt in die richtige Richtung für eine effizientere Verwaltungspraxis im Bereich der Fachkräfteanwerbung im Saarland.

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